Allgemein

Bautagebuch Binnenhafen

Mai / Juni 2020

– Mobilisierung des Arbeitsschiffes, der Baustelle und der BE-FlĂ€che auf der Binnenhafenmole
– Beginn der Fertigteilproduktion in Cuxhaven
– Fertigstellung aller vertikalen FertigteilabhĂ€ngungen
– Fertigstellung des Anschlusses an den Bestand des SĂŒdwestufers
– Fertigstellung der Sandbaggerung im DĂŒnenhafen und Einbau als KajenhinterfĂŒllung
– AuffĂŒllen der Tragrohre mit Sand und Betonage der Tragrohrköpfe
– Fertigstellung Ausbau der Softrock-Container und Transport an das Nordostbohlwerk
– Beginn der Nassbaggerarbeiten zur Herstellung der Sohltiefe vor der neuen Kaje

Nach der Lockerung der EinreisebeschrĂ€nkungen fĂŒr Berufspendler zum 04.05.2020 konnten die Arbeiten am SĂŒdostufer wieder aufgenommen werden. Nach der Mobilisierung des Arbeitsschiffes in Cuxhaven und den GerĂ€tschaften vor Ort im Baufeld wurde nahtlos an die Arbeiten im April angeknĂŒpft.

Im Mai wurden der lagenweise Einbau der HinterfĂŒllung sowie die Verdichtung des Sandes fortgefĂŒhrt und Anfang Juni abgeschlossen. Weiterhin konnten der Ausbau der Softrock-Container und der Transport an das Nordostbohlwerk abgeschlossen werden.

Nach Beendigung der Sandbaggerarbeiten, wurde die schwimmende Einheit umgerĂŒstet und hat mit den Nassbaggerarbeiten zur Herstellung der finalen Sohltiefe begonnen. Auf diese wird in einem spĂ€teren Arbeitsschritt die Sohlsicherung aufgebracht. Parallel dazu wurden alle Bauteile fĂŒr die vertikale FertigteilabhĂ€ngung aufgesetzt und an die Tragrohre bzw. AnkerstĂŒhle angeschweißt. Außerdem konnte der Bestandsanschluss der Tragrohrwand an das SĂŒdwestufer
durch eine speziell angepassten Anschlussbohle fertiggestellt werden, Àhnlich wie zuvor am Ostmauerkopf.

Nach dem finalen Schließen der neuen „Wand“ wurden auch die Tragrohre mit Sand aufgefĂŒllt und die Tragrohrköpfe ausbetoniert. Ebenfalls wurde der Unterbeton zum Aufstellen der landseitigen Schalung fĂŒr den Betonholm eingebracht. Im Fertigteilwerk in Cuxhaven wurde durchgehend gearbeitet, sodass die Produktion der Fertigteile bereits begonnen werden konnte.

MĂ€rz / April 2020

– Fertigstellung der Anschlussbohle am Ostmauerkopf
– Aufsetzten aller 51 AnkerstĂŒhlen
– Fertigstellung aller 51 PfahlkopfanschlĂŒsse
– FortfĂŒhrung der Sandbaggerung im DĂŒnenhafen und Einbau als KajenhinterfĂŒllung
– Beginn Ausbau der Softrock-Container und Umtransport an das Nordostbohlwerk
– RĂŒcktransport der Hubinsel
– Sicherung der Baustelle und der BE-FlĂ€che auf der Binnenhafenmole

Im MĂ€rz wurde der Einbau der HinterfĂŒllung fortgefĂŒhrt. Der Umlauf „Material aus dem DĂŒnenhafen-Depot entnehmen, per Arbeitsschiff „Braune“ in den Binnenhafen transportieren und als KajenhinterfĂŒllung einbauen“ wurde um den Vorgang „Softrock-Container (weiße GeoBags, Böschungssicherung) ausbauen und zur Weiternutzung an das Nordostbohlwerk bringen“ erweitert.

Parallel dazu wurden alle AnkerstĂŒhle aufgesetzt und alle PfahlkopfanschlĂŒsse hergestellt. Weiterhin konnte bereits der Bestandsanschluss der Tragrohrwand an den Ostmauerkopf durch Austauschbohrungen und einer speziell angepassten Anschlussbohle fertiggestellt werden. Außerdem konnte die Hubinsel wieder an den Betreiber ĂŒbergeben werden, der diese zurĂŒck in den tideunabhĂ€ngigen Hafen von Cuxhaven verholen ließ.

Am 24.03.2020 wurde aufgrund der Corona-Virus-Pandemie per AllgemeinverfĂŒgung des Kreises Pinneberg verfĂŒgt, dass alle Berufspendler, deren Arbeit auf der Insel nicht zur Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur dient, Helgoland zum Schutze der Bevölkerung und zur Sicherstellung der medizinischen KapazitĂ€ten vorlĂ€ufig nicht mehr betreten dĂŒrfen. Die ARGE Binnenhafen musste daher den Baustellenbetrieb vorlĂ€ufig einstellen, die Baustelle sichern und abreisen.

Februar / MĂ€rz 2020

– Fertigstellung der AnkerstĂŒhle und Lieferung auf die Baustelle
– Aufsetzten von insgesamt 34 AnkerstĂŒhlen
– Fertigstellung von ca. 10 PfahlkopfanschlĂŒssen
– Einvibrieren der FĂŒllbohlen FB-02 bis FB-09
– UmrĂŒsten von BohrhilfsgerĂŒsten und Montage von ArbeitsbĂŒhnen / Laufstegen
– Fertigstellung aller Brennschnitte an den Tragrohrköpfen
– Fertigstellung aller 51 Mikropfahl-RĂŒckverankerungen
– Beginn der Sandbaggerung im DĂŒnenhafen und Einbau als KajenhinterfĂŒllung                              – Demobilisierung BohrgerĂ€tschaften, Vorbereitung Hubinsel fĂŒr RĂŒcktransport

Trotz schlechter Wetterbedingungen und dadurch bedingten Bauunterbrechungen, konnte bis zur KW 11 die Herstellung der Mikropfahl-RĂŒckverankerung fertiggestellt werden. FĂŒr die Herstellung wurde die Hubinsel mehrmals neu positioniert, sodass auf allen Positionen zunĂ€chst die Schutzrohre eingebracht und dann durch diese hindurch die MikropfĂ€hle hergestellt werden konnten. Parallel dazu wurden die verbliebenen FĂŒllbohlen final einvibriert.

Zeitgleich zu den Bohrarbeiten wurde am Stahlbauanschluss der Mikropfahlköpfe (SchrĂ€gpfĂ€hle, 45° Neigung) an die Tragrohre (VertikalpfĂ€hle) gearbeitet. Dazu wurden die ersten AnkerstĂŒhle aufgesetzt, angeschweißt und nachlaufend die Bauteile der Pfahlkopfanschlusskonstruktion (Ausgleichsplatte, Ankerplatte und Kugelbundmutter) montiert.

Anfang MĂ€rz wurde pĂŒnktlich mit dem Einbau der HinterfĂŒllung begonnen. Das Material wurde zuvor aus dem DĂŒnenhafen-Depot entnommen und per Arbeitsschiff „Braune“ in den Binnenhafen transportiert. Parallel lĂ€uft derzeit die Demobilisierung der BohrgerĂ€tschaften und der Hubinsel.

Januar/Februar 2020

– Fertigstellung aller 51 Tragrohr- und Austauschbohrungen und Einbau der verbliebenen               Tragrohre
– Einbau der FĂŒllbohlen FB-10 bis FB-51
– Einstellen der FĂŒllbohlen FB-02 bis FB-09
– Herstellung von BohrhilfsgerĂŒsten und Montage von ArbeitsbĂŒhnen/Laufstegen
– Brennschnitte an den Tragrohrköpfen zur Vorbereitung der PfahlkopfanschlĂŒsse
– UmrĂŒstarbeiten an der Hubinsel zur Vorbereitung der Ankerbohrarbeiten
– Lieferung aller GerĂ€te und Materialien zur Herstellung der RĂŒckverankerung
– Fertigstellung von insgesamt 22 der 51 Mikropfahl-RĂŒckverankerungen

In den ersten beiden Arbeitswochen im Januar wurden alle Bohrarbeiten und Tragrohreinbauten mit dem GroßbohrgerĂ€t BG 45 abgeschlossen. Es wurde im Anschluss demobilisiert und abtransportiert. Im Gegenzug wurden alle Materialien und GerĂ€tschaften zur Herstellung der RĂŒckverankerung nach Helgoland verschifft und die Hubinsel auf den Ankerbohrbetrieb umgerĂŒstet. Parallel zu den UmrĂŒstarbeiten an und auf der Hubinsel wurden die Brennschnitte an den Tragrohrköpfen durchgefĂŒhrt, sodass im Anschluss an die Herstellung der RĂŒckverankerungen (MikropfĂ€hle) diese mit den Tragrohren verbunden werden können. Der Anschluss erfolgt ĂŒber spezielle AnkerstĂŒhle, deren Fertigung parallel zu den Arbeiten auf der Baustelle im Stahlbaubetrieb auf dem Festland lĂ€uft. Weiterhin wurden alle FĂŒllbohlen eingestellt und grĂ¶ĂŸtenteils bereits bis auf die finale Tiefe einvibriert.

Dezember 2019/Januar 2020

– Herstellung von insgesamt 49 Austauschbohrungen und AuffĂŒllung mit Sand
– Herstellung von insgesamt 48 Tragrohrbohrungen
– Einbau und Betonage von insgesamt 48 Tragbohlen
– Herstellung von BohrhilfsgerĂŒsten und Montage von ArbeitsbĂŒhnen/Laufstegen

Wasserseitig konnten seit dem 23.10.2019 weitere 47 Tragrohrbohrungen hergestellt und ebenso viele Tragrohre eingebaut und betoniert werden. Die Bohrarbeiten in den Regelbereichen A1 bis E1 sind fertiggestellt. Weiterhin wurden insgesamt 49 Austauschbohrungen abgeteuft und mit Sand verfĂŒllt. Mit der Fertigstellung des Regelbereichs E2 werden zu Beginn der KW 3 alle Bohrarbeiten und Tragrohreinbauten mit dem GroßbohrgerĂ€t abgeschlossen sein. Die regelmĂ€ĂŸig parallel durchgefĂŒhrten Umtransporte des Bohrgutes werden ebenfalls in der KW 3 mit der Fertigstellung des Tragrohreinbaus beendet sein.

Weiterhin liefen vorbereitende Arbeiten fĂŒr die anstehende Herstellung der RĂŒckverankerung, fĂŒr die u. a. HilfsbohrgerĂŒste gefertigt und montiert wurden. Ebenso wurden ArbeitsbĂŒhnen und Laufstege vorbereitet und teilweise bereits an die Tragrohrwand montiert.

November/Dezember 2019

– Erfolgreiche Probebelastung der 3 ProbepfĂ€hle
– Herstellung von 38 Austauschbohrungen und AuffĂŒllung mit Sand
– Herstellung von 36 Tragrohrbohrungen
– Einbau und Betonage von 36 Tragbohlen
– Einbau von 17 FĂŒllbohlen

In der KW 48 wurden die Probebelastungen der 3 ProbepfĂ€hle erfolgreich durchgefĂŒhrt. Die TragfĂ€higkeit konnte durch das Aufbringen einer vorgegebenen PrĂŒflast von 200 Tonnen je Pfahl nachgewiesen werden. Der Bauabschnitt „Vorgezogene Pfahlprobebelastungen“ ist somit abgeschlossen und liefert die notwendigen geotechnischen Erkenntnisse fĂŒr die Herstellung der RĂŒckverankerung des Hauptbauwerkes.

Wasserseitig konnten seit dem 23.10.2019 (Einbau Tragrohr Nr.1) weitere 35 Tragrohrbohrungen hergestellt und ebenso viele Tragrohre eingebaut und betoniert werden. Die Bohrarbeiten in den Regelbereichen A1 bis A4 (Hubinselstellungen, in denen mehrere Bohrungen ohne Verholen der Insel abgeteuft werden können) sind fertiggestellt. Weiterhin wurden insgesamt 38 Austauschbohrungen abgeteuft, mit Sand verfĂŒllt und 17 FĂŒllbohlen einvibriert. FĂŒr das Arbeiten in den Anschlussbereichen zum Ostmauerkopf und zum SĂŒdwestufer (Stellung B und D) musste bzw. muss die Hubinsel mit jeder Bohrung neu positioniert werden. Das Umsetzten der schwimmenden Einheiten erfolgt dabei in der Regel mit dem Arbeits- und Lagerschiff „Berghaus“.

Einen wesentlichen logistischen Teil der Arbeiten stellt der regelmĂ€ĂŸige und kontinuierliche Umtransport des Bohrgutes von der Lagerschute im Binnenhafen in das Bodenlager auf der DreiecksflĂ€che dar.

Parallel zu den Arbeiten vor Ort wurde die Stahlbaufertigung im Stahlwerk abgeschlossen. Insgesamt 48 von 51 Tragrohren wurden geliefert und auf der BE-FlĂ€che „Binnenhafenmole“ bzw. dem Lagerschiff zwischengelagert oder, wie zuvor beschrieben, bereits eingebaut. Die restlichen 3 Tragrohre befinden sich im Zulauf.

Oktober/November 2019

– Herstellung des zweiten und dritten Probepfahls sowie der zugehörigen Einzel- und                       DoppelreaktionspfĂ€hle
– Abschluss der wasserseitigen FrĂ€sarbeiten zur Herstellung der Ansatzebene fĂŒr das                        GroßbohrgerĂ€t
– Einrichten der Hubinsel und der schwimmenden Einheiten
– Herstellung von 14 Austauschbohrungen und AuffĂŒllung mit Sand
– Herstellung von 13 Tragrohrbohrungen
– Einbau und Betonage von 13 Tragbohlen
– Anlieferung aller FĂŒll- und Passbohlen

In der KW 42 konnten die Probe- und ReaktionspfÀhle auf den Bohrebenen 2 und 3 fertiggestellt und der Gesamtvorgang zur Herstellung der Probe- und Reaktionspfahlherstellung final abgeschlossen werden.

Wasserseitig wurden ebenfalls die FrĂ€sarbeiten zur Herstellung der Bohransatzebene fertiggestellt. In KW 42 wurde die vollaufgerĂŒstete Hubinsel (BohrgerĂ€t 45 + Seilbagger) von Cuxhaven nach Helgoland verholt. Die finale AufrĂŒstung des BohrgerĂ€ts erfolgte vor Ort im HelgolĂ€nder Binnenhafen. Weiterhin wurden die schwimmenden Einheiten (Lagerschute Sand, Lagerschute Bohrgut, Lagerschiff Tragrohre) eingerichtet und mit Material (FĂŒllsand und Tragrohre) bestĂŒckt. Nach dem AufrĂŒsten erfolgte die Positionierung der Hubinsel und der schwimmenden Einheiten auf der Hubinsel-Arbeitsstellung A1.

Nach den ersten Austauschbohrungen und SandverfĂŒllungen wurde am 23.10.2019 die erste Tragrohrbohrung abgeteuft und das erste Tragrohr (Tragbohle TB-18) eingestellt und betoniert.
Bis zum 06.11.2019 wurden in den Hubinsel-Arbeitsstellungen A1 und A3 insgesamt 13 Tragrohre eingestellt und betoniert und weitere 14 Austauschbohrungen hergestellt und mit Sand aufgefĂŒllt.

Parallel zu den Arbeiten vor Ort lĂ€uft weiterhin die Stahlbaufertigung im Stahlwerk. Die ersten 21 Tragrohre wurden geliefert und auf der BE-FlĂ€che „Binnenhafenmoel“ bzw. dem Lagerschiff zwischengelagert oder, wie zuvor beschrieben, bereits eingebaut. Außerdem wurden alle FĂŒll- und Passbohlen angeliefert und auf der Binnenhafenmole bzw. dem Lagerschiff
zwischengelagert.

September/Oktober 2019

– Herstellung der Baustelleneinrichtung (kurz BE) auf der Binnenhafenmole und im Baufeld SOU
– Herstellung der Hilfsfundamente fĂŒr die BohrgerĂŒste Nr. 1 – 3
– Herstellung der BohrgerĂŒste Nr. 1 und 2
– Montage der BohrgerĂŒste auf die Hilfsfundamente
– Herstellung der Bohrplattformen (Auflage von Baggermatratzen)
– Kampfmittelsondierung der Bohransatzpunkte fĂŒr die Herstellung der Probe- und                          ReaktionspfĂ€hle im oberen Böschungsbereich
– Herstellung des ersten Probepfahls sowie der zugehörigen Einzel- und DoppelreaktionspfĂ€hle
– Wasserseitige FrĂ€sarbeiten zur Herstellung der Ansatzebene fĂŒr das GroßbohrgerĂ€t

PlanmĂ€ĂŸig wurde im September mit der Einrichtung der Baustelle im Baufeld SOU und der BE-FlĂ€che „Binnenhafenmole“ begonnen. Die teilweise ĂŒbernommene Einrichtung der BE-FlĂ€che aus der Vormaßnahme wurde fĂŒr den geplanten Umschlag von Material und GerĂ€tschaften neu organisiert. Ebenso wurden die UnterkĂŒnfte und BĂŒros angepasst und Lager/Magazine eingerichtet. Zum Abgrenzen der BE-FlĂ€che wurde außerdem ein Bauzaun auf der Binnenhafenmole eingerichtet.

Im Baufeld SOU wurden im September die Vorarbeiten zur Herstellung der ProbepfĂ€hle durchgefĂŒhrt. Dazu wurden drei Hilfsfundamente zum Aufstellen und zwei BohrgerĂŒste hergestellt. Final montiert wurde die Bohrebene Nr. 1 (westliche Bohrebene), bestehend aus Hilfsfundament, BohrgerĂŒst und Bohrplattform aus Baggermatratzen, in unmittelbarer NĂ€he des SĂŒdwestufers.

Auf Bohrebene Nr. 1 wurde Ende September mit der punktuellen Kampfmittelsondierung zur Freigabe der Bohransatzpunkte fĂŒr die insgesamt 12 Probe- und ReaktionspfĂ€hle begonnen. Bei der vorangegangenen Maßnahme KampfmittelrĂ€umung Binnenhafen wurde in Abstimmung mit dem KampfmittelrĂ€umdienst aus wirtschaftlichen GrĂŒnden auf eine TiefenrĂ€umung im Bereich der Straße am Binnenhafen verzichtet. Es wurde bis kurz unter die Leitungsebene gerĂ€umt.

WÀhrenddessen wurde die Bohrebene Nr. 2 (mittig im Baufeld SOU) fertiggestellt, sodass im Anschluss daran die Kampmittelsondierung dort fortgesetzt werden konnte. Parallel zur Kampfmittelsondierung auf Bohrebene Nr. 2 wurde nach der Kampfmittelfreigabe mit der Herstellung des Probepfahls und der zugehörigen Einzel- und DoppelreaktionspfÀhle auf Bohrebene Nr. 1 begonnen.

Nach der Kampfmittelsondierung auf Bohrebene Nr.2 wurde diese auf das Hilfsfundament Nr. 3 am Ostmauerkopf umgesetzt, sodass die Sondierarbeiten dort fortgesetzt und bis Ende September erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Weiterhin wurden die Arbeiten zur Herstellung des Probepfahls auf Bohrebene Nr.1 abgeschlossen und das BohrgerÀt auf Bohrebene Nr. 3 umgesetzt.

Parallel zu den landseitigen Arbeiten wurde in der KW 41 mit den wasserseitigen FrĂ€sarbeiten zur Herstellung der Bohrebene der Großbohrungen fĂŒr das Hauptbauwerk begonnen. Zum Einsatz kommen eine schwimmende Einheit sowie ein Hydraulikbagger mit FrĂ€se.
Zeitgleich zu den Arbeiten vor Ort lĂ€uft die Stahlbaufertigung im Stahlwerk. Die ersten sechs Tragrohre wurden fertiggestellt, in KW 41 geliefert und auf der BE-FlĂ€che „Binnenhafenmole“ zwischengelagert.

Zustand vor der Baumaßnahme

Das Baufeld SĂŒdostufer (SOU) sowie die BE-FlĂ€che „Binnenhafenmole“ wurden der Arbeitsgemeinschaft (kurz ARGE) „Binnenhafen Helgoland“  im Anschluss an die KampfmittelrĂ€ummaßnahme ĂŒbergeben. Zur Sicherung der Böschung wurde in der Vormaßnahme ein Verfestigungskörper hergestellt, die Böschung wurde mit Soft Rock Containern gesichert und die Baustraße wurde mit RC-Material aufgeschottert. Das gesamte
Baufeld SĂŒdostufer wurde mit einer Absturzsicherung aus Betonsockeln und aufgesetzter Holzbeplankung gesichert ĂŒbergeben. Die landseitige Bauzaunsicherung des Baufeldes sowie der FlĂ€chen am SĂŒdwestufer wurden ebenfalls bereits in der Vormaßnahme hergestellt und durch die ARGE ĂŒbernommen. Mit der Übergabe des Baufeldes erfolgte ebenso die Übergabe der BE-FlĂ€che Binnenhafenmole.

Historische Bildergalerie

Die hier aufgefĂŒhrten historischen Bilder stammen aus dem ©Archivmuseum Helgoland.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Baureifmachung des SĂŒdhafengelĂ€ndes (2013 abgeschlossen)

 

 

 

 

 

Das SĂŒdhafengelĂ€nde dient heute als FlĂ€che fĂŒr die Servicehallen der Windparkbetreiber. Bereits Mitte 2013 wurden die bauvorbereitenden Maßnahmen auf dem SĂŒdhafengelĂ€nde abgeschlossen: Kampfmittel und Störkörper wurden sondiert und entfernt und die FlĂ€che komplett baureif gemacht. FĂŒr die KampfmittelrĂ€umung musste eine LandflĂ€che von rund 35.000 mÂČ â€“ zum Teil bis zu 6 m tief – sondiert, umgegraben und separiert werden.

Bauarbeiten auf dem SĂŒdhafengelĂ€nde. Sie wurden Mitte 2013 abgeschlossen.

 

Helgolandkai, ehemals SĂŒdkaje (2016 abgeschlossen)

Durch den Umbau des Helgolandkais und die Vertiefung des Vorhafenbeckens konnte der Frachtumschlag der Gemeinde Helgoland aus dem Binnenhafen in den Vorhafen verlagert werden. Auch das Passagierschiff „MS Helgoland“ kann jetzt hier anlegen. Ein weiterer Pluspunkt: Aus der Sanierung des Kais haben sich neue BootsanlegeplĂ€tze an der Kaje sowie Fracht-UmschlagsplĂ€tze am SĂŒdhafengelĂ€nde ergeben.

Die Offshore-Windparkbetreiber profitieren ebenfalls von der neuen Infrastruktur des Helgolandkais, da sie jetzt ihre Monteure direkt von der HaustĂŒr in den Windpark bringen können. Die Servicehallen der Offshore-Windparkbetreiber sind bereits 2014 auf einer zuvor kampfmittelgerĂ€umten und erschlossenen FlĂ€che des SĂŒdhafengelĂ€ndes von rund 12.000 mÂČ errichtet worden.

PLANSTRAßEN (2013 abgeschlossen)

Im Anschluss an die Baureifmachung des SĂŒdhafengelĂ€ndes wurden zwei Straßen angelegt, mit denen das GelĂ€nde erschlossen werden konnte. ZunĂ€chst erleichterten sie den Zugang wĂ€hrend der Baumaßnahmen, heute dienen sie hauptsĂ€chlich der Fortbewegung der Offshore-Windparkbetreiber. Am 31. Oktober 2013 fand die bauliche Abnahme und damit die Freigabe der sogenannten Planstraßen A und B statt, die heute Paul-Denker-Wai und Rickmer-Bock-Wai heißen.

Heliport (2015 abgeschlossen)

Da eine Mitbenutzung des Hubschrauberlandeplatzes der Marineflieger fĂŒr die Offshore-Windpark-Betreiber nur eingeschrĂ€nkt möglich war, wurde ein separater Heliport mit BereitstellungsflĂ€che und Hangar benötigt. Der Heliport unmittelbar sĂŒdlich des Hubschrauberlandeplatzes des Marinefliegergeschwaders 5 wurde im Oktober 2015 fertiggestellt und von der Luftfahrtbehörde des Landes Schleswig-Holstein genehmigt. Ende November 2015 konnten die Offshore-Windparkbetreiber den Flugbetrieb aufnehmen. Somit steht ihnen eine weitere Infrastruktur zur VerfĂŒgung, welche eine kurzfristige Reaktion bei StörfĂ€llen in den Windparks ermöglicht.

Binnenhafen

Ein Teilprojekt ist die Sanierung des HelgolĂ€nder Binnenhafens. Sowohl die Ufer als auch das Becken selbst sind seit mehreren Jahren nicht mehr vollstĂ€ndig nutzbar. Ziel der Sanierungsmaßnahmen ist es daher, den Binnenhafen als Multifunktionshafen wiederherzustellen. DarĂŒber hinaus hat die Gemeinde ein Freiraumkonzept mit vielen neuen Sitzgelegenheiten und GrĂŒnflĂ€chen entworfen. Im Vorfeld der Baumaßnahmen findet eine wasser- und landseitige KampfmittelrĂ€umung statt.

Das Hafenbecken

Über die Jahre angesammeltes Sediment in und vor dem Hafen hat dazu gefĂŒhrt, dass das Hafenbecken nicht mehr tief genug war. Nur Schiffe mit einem geringen Tiefgang konnten den Binnenhafen ĂŒberhaupt nutzen. Die Nassbaggerarbeiten zur Herstellung der nötigen Sohltiefe von NN -4,5 m konnten im Juli 2019 erfolgreich beendet werden. Im Vorfeld wurde eine grĂŒndliche Sondierung und RĂ€umung von Abwurfmunition durchgefĂŒhrt. Kleinere Kaliber wurden wĂ€hrend der Maßnahme mit einer Separationsanlage aus dem gebaggerten Sediment herausgeholt.

Das SĂŒdostufer

Links: RĂŒckgebautes SĂŒdostufer im Augsut 2019; rechts: Ansicht des neuen, geplanten SĂŒdostufers (Bild: lichtecht)

Das 125 m lange SĂŒdostufer entlang der Straße Am Binnenhafen befand sich ĂŒber Jahre in einem sehr schlechten Zustand, war teilweise abgesackt und daher auch bereits seit lĂ€ngerer Zeit gesperrt. Das schrĂ€nkte die Nutzbarkeit des Binnenhafens als Multifunktionshafen erheblich ein. Die Sanierung der Kaje am SĂŒdostufer gehört damit zu den Hauptzielen im Binnenhafen. In Vorbereitung auf den Kajenbau wurde das alte SĂŒdostufer rĂŒckgebaut und die Standsicherheit mit einer in die Kaje eingebrachten Schwergewichtswand wiederhergestellt.

In das neue Gestaltungskonzept werden sowohl die Kaje als auch die angrenzenden Straße Am Binnenhafen einbezogen. Straße und KajenflĂ€che werden zunĂ€chst mit Pflastersteinen ausgestattet, wobei die Straße zusĂ€tzlich verbreitert wird. Eine optische und rĂ€umliche Trennung beider FlĂ€chen soll mithilfe von geschwungenen GranitsitzbĂ€nken und kleinen GrĂŒnflĂ€chen erzeugt werden. Zum Konzept gehören auch eine neue Beleuchtungsanlage sowie genĂŒgend SitzflĂ€chen und Papierkörbe.

Die Ausgestaltung der neuen Kaje am SĂŒdostufer beginnt im September 2019.

WĂ€hrend der Bauzeit werden die Straße Am Binnenhafen, die Frachtmole hinter dem ZollgebĂ€ude sowie zeitweise der Holzbohlensteg am SĂŒdwestufer gesperrt sein.

Das SĂŒdwestufer

Links: das SĂŒdwestufer vor der ErtĂŒchtigung (Bild: dĂ€nekamp und partner); rechts: Ansicht des neuen, geplanten SĂŒdwestufers (Bild: lichtecht)

Auch das SĂŒdwestufer mit seinem Holzbohlensteg entlang der Hafenstraße muss ertĂŒchtigt werden. Dazu gehören die wasserseitige Stabilisierung des Uferbereichs sowie die Erneuerung der Holzbohlen. Hier greift wieder das neue Gestaltungskonzept, das SĂŒdost- und SĂŒdwestufer einander optisch annĂ€hert.

Wer nutzt den Binnenhafen? 

Im sĂŒdwestlichen Bereich des Binnenhafens wurde eine Tankstelle fĂŒr die Sportbootschifffahrt eingerichtet. Diese soll auch zukĂŒnftig Sportboote, Börteboote und andere betanken. Die Forschungseinrichtung Biologische Anstalt Helgoland des Alfred-Wegener-Instituts hat ihre Tauchstation am SĂŒdostufer des Binnenhafens. Zudem werden auch kĂŒnftig die HelgolĂ€nder Fischer, die Börteboote sowie zeitweise die Offshore-Windparkbetreiber dort Liegemöglichkeiten haben.