Bautagebuch Binnenhafen

Januar/Februar 2020

– Fertigstellung aller 51 Tragrohr- und Austauschbohrungen und Einbau der verbliebenen               Tragrohre
– Einbau der Füllbohlen FB-10 bis FB-51
– Einstellen der Füllbohlen FB-02 bis FB-09
– Herstellung von Bohrhilfsgerüsten und Montage von Arbeitsbühnen/Laufstegen
– Brennschnitte an den Tragrohrköpfen zur Vorbereitung der Pfahlkopfanschlüsse
– Umrüstarbeiten an der Hubinsel zur Vorbereitung der Ankerbohrarbeiten
– Lieferung aller Geräte und Materialien zur Herstellung der Rückverankerung
– Fertigstellung von insgesamt 22 der 51 Mikropfahl-Rückverankerungen

In den ersten beiden Arbeitswochen im Januar wurden alle Bohrarbeiten und Tragrohreinbauten mit dem Großbohrgerät BG 45 abgeschlossen. Es wurde im Anschluss demobilisiert und abtransportiert. Im Gegenzug wurden alle Materialien und Gerätschaften zur Herstellung der Rückverankerung nach Helgoland verschifft und die Hubinsel auf den Ankerbohrbetrieb umgerüstet. Parallel zu den Umrüstarbeiten an und auf der Hubinsel wurden die Brennschnitte an den Tragrohrköpfen durchgeführt, sodass im Anschluss an die Herstellung der Rückverankerungen (Mikropfähle) diese mit den Tragrohren verbunden werden können. Der Anschluss erfolgt über spezielle Ankerstühle, deren Fertigung parallel zu den Arbeiten auf der Baustelle im Stahlbaubetrieb auf dem Festland läuft. Weiterhin wurden alle Füllbohlen eingestellt und größtenteils bereits bis auf die finale Tiefe einvibriert.

Dezember 2019/Januar 2020

– Herstellung von insgesamt 49 Austauschbohrungen und Auffüllung mit Sand
– Herstellung von insgesamt 48 Tragrohrbohrungen
– Einbau und Betonage von insgesamt 48 Tragbohlen
– Herstellung von Bohrhilfsgerüsten und Montage von Arbeitsbühnen/Laufstegen

Wasserseitig konnten seit dem 23.10.2019 weitere 47 Tragrohrbohrungen hergestellt und ebenso viele Tragrohre eingebaut und betoniert werden. Die Bohrarbeiten in den Regelbereichen A1 bis E1 sind fertiggestellt. Weiterhin wurden insgesamt 49 Austauschbohrungen abgeteuft und mit Sand verfüllt. Mit der Fertigstellung des Regelbereichs E2 werden zu Beginn der KW 3 alle Bohrarbeiten und Tragrohreinbauten mit dem Großbohrgerät abgeschlossen sein. Die regelmäßig parallel durchgeführten Umtransporte des Bohrgutes werden ebenfalls in der KW 3 mit der Fertigstellung des Tragrohreinbaus beendet sein.

Weiterhin liefen vorbereitende Arbeiten für die anstehende Herstellung der Rückverankerung, für die u. a. Hilfsbohrgerüste gefertigt und montiert wurden. Ebenso wurden Arbeitsbühnen und Laufstege vorbereitet und teilweise bereits an die Tragrohrwand montiert.

November/Dezember 2019

– Erfolgreiche Probebelastung der 3 Probepfähle
– Herstellung von 38 Austauschbohrungen und Auffüllung mit Sand
– Herstellung von 36 Tragrohrbohrungen
– Einbau und Betonage von 36 Tragbohlen
– Einbau von 17 Füllbohlen

In der KW 48 wurden die Probebelastungen der 3 Probepfähle erfolgreich durchgeführt. Die Tragfähigkeit konnte durch das Aufbringen einer vorgegebenen Prüflast von 200 Tonnen je Pfahl nachgewiesen werden. Der Bauabschnitt „Vorgezogene Pfahlprobebelastungen“ ist somit abgeschlossen und liefert die notwendigen geotechnischen Erkenntnisse für die Herstellung der Rückverankerung des Hauptbauwerkes.

Wasserseitig konnten seit dem 23.10.2019 (Einbau Tragrohr Nr.1) weitere 35 Tragrohrbohrungen hergestellt und ebenso viele Tragrohre eingebaut und betoniert werden. Die Bohrarbeiten in den Regelbereichen A1 bis A4 (Hubinselstellungen, in denen mehrere Bohrungen ohne Verholen der Insel abgeteuft werden können) sind fertiggestellt. Weiterhin wurden insgesamt 38 Austauschbohrungen abgeteuft, mit Sand verfüllt und 17 Füllbohlen einvibriert. Für das Arbeiten in den Anschlussbereichen zum Ostmauerkopf und zum Südwestufer (Stellung B und D) musste bzw. muss die Hubinsel mit jeder Bohrung neu positioniert werden. Das Umsetzten der schwimmenden Einheiten erfolgt dabei in der Regel mit dem Arbeits- und Lagerschiff „Berghaus“.

Einen wesentlichen logistischen Teil der Arbeiten stellt der regelmäßige und kontinuierliche Umtransport des Bohrgutes von der Lagerschute im Binnenhafen in das Bodenlager auf der Dreiecksfläche dar.

Parallel zu den Arbeiten vor Ort wurde die Stahlbaufertigung im Stahlwerk abgeschlossen. Insgesamt 48 von 51 Tragrohren wurden geliefert und auf der BE-Fläche „Binnenhafenmole“ bzw. dem Lagerschiff zwischengelagert oder, wie zuvor beschrieben, bereits eingebaut. Die restlichen 3 Tragrohre befinden sich im Zulauf.

Oktober/November 2019

– Herstellung des zweiten und dritten Probepfahls sowie der zugehörigen Einzel- und                       Doppelreaktionspfähle
– Abschluss der wasserseitigen Fräsarbeiten zur Herstellung der Ansatzebene für das                        Großbohrgerät
– Einrichten der Hubinsel und der schwimmenden Einheiten
– Herstellung von 14 Austauschbohrungen und Auffüllung mit Sand
– Herstellung von 13 Tragrohrbohrungen
– Einbau und Betonage von 13 Tragbohlen
– Anlieferung aller Füll- und Passbohlen

In der KW 42 konnten die Probe- und Reaktionspfähle auf den Bohrebenen 2 und 3 fertiggestellt und der Gesamtvorgang zur Herstellung der Probe- und Reaktionspfahlherstellung final abgeschlossen werden.

Wasserseitig wurden ebenfalls die Fräsarbeiten zur Herstellung der Bohransatzebene fertiggestellt. In KW 42 wurde die vollaufgerüstete Hubinsel (Bohrgerät 45 + Seilbagger) von Cuxhaven nach Helgoland verholt. Die finale Aufrüstung des Bohrgeräts erfolgte vor Ort im Helgoländer Binnenhafen. Weiterhin wurden die schwimmenden Einheiten (Lagerschute Sand, Lagerschute Bohrgut, Lagerschiff Tragrohre) eingerichtet und mit Material (Füllsand und Tragrohre) bestückt. Nach dem Aufrüsten erfolgte die Positionierung der Hubinsel und der schwimmenden Einheiten auf der Hubinsel-Arbeitsstellung A1.

Nach den ersten Austauschbohrungen und Sandverfüllungen wurde am 23.10.2019 die erste Tragrohrbohrung abgeteuft und das erste Tragrohr (Tragbohle TB-18) eingestellt und betoniert.
Bis zum 06.11.2019 wurden in den Hubinsel-Arbeitsstellungen A1 und A3 insgesamt 13 Tragrohre eingestellt und betoniert und weitere 14 Austauschbohrungen hergestellt und mit Sand aufgefüllt.

Parallel zu den Arbeiten vor Ort läuft weiterhin die Stahlbaufertigung im Stahlwerk. Die ersten 21 Tragrohre wurden geliefert und auf der BE-Fläche „Binnenhafenmoel“ bzw. dem Lagerschiff zwischengelagert oder, wie zuvor beschrieben, bereits eingebaut. Außerdem wurden alle Füll- und Passbohlen angeliefert und auf der Binnenhafenmole bzw. dem Lagerschiff
zwischengelagert.

September/Oktober 2019

– Herstellung der Baustelleneinrichtung (kurz BE) auf der Binnenhafenmole und im Baufeld SOU
– Herstellung der Hilfsfundamente für die Bohrgerüste Nr. 1 – 3
– Herstellung der Bohrgerüste Nr. 1 und 2
– Montage der Bohrgerüste auf die Hilfsfundamente
– Herstellung der Bohrplattformen (Auflage von Baggermatratzen)
– Kampfmittelsondierung der Bohransatzpunkte für die Herstellung der Probe- und                          Reaktionspfähle im oberen Böschungsbereich
– Herstellung des ersten Probepfahls sowie der zugehörigen Einzel- und Doppelreaktionspfähle
– Wasserseitige Fräsarbeiten zur Herstellung der Ansatzebene für das Großbohrgerät

Planmäßig wurde im September mit der Einrichtung der Baustelle im Baufeld SOU und der BE-Fläche „Binnenhafenmole“ begonnen. Die teilweise übernommene Einrichtung der BE-Fläche aus der Vormaßnahme wurde für den geplanten Umschlag von Material und Gerätschaften neu organisiert. Ebenso wurden die Unterkünfte und Büros angepasst und Lager/Magazine eingerichtet. Zum Abgrenzen der BE-Fläche wurde außerdem ein Bauzaun auf der Binnenhafenmole eingerichtet.

Im Baufeld SOU wurden im September die Vorarbeiten zur Herstellung der Probepfähle durchgeführt. Dazu wurden drei Hilfsfundamente zum Aufstellen und zwei Bohrgerüste hergestellt. Final montiert wurde die Bohrebene Nr. 1 (westliche Bohrebene), bestehend aus Hilfsfundament, Bohrgerüst und Bohrplattform aus Baggermatratzen, in unmittelbarer Nähe des Südwestufers.

Auf Bohrebene Nr. 1 wurde Ende September mit der punktuellen Kampfmittelsondierung zur Freigabe der Bohransatzpunkte für die insgesamt 12 Probe- und Reaktionspfähle begonnen. Bei der vorangegangenen Maßnahme Kampfmittelräumung Binnenhafen wurde in Abstimmung mit dem Kampfmittelräumdienst aus wirtschaftlichen Gründen auf eine Tiefenräumung im Bereich der Straße am Binnenhafen verzichtet. Es wurde bis kurz unter die Leitungsebene geräumt.

Währenddessen wurde die Bohrebene Nr. 2 (mittig im Baufeld SOU) fertiggestellt, sodass im Anschluss daran die Kampmittelsondierung dort fortgesetzt werden konnte. Parallel zur Kampfmittelsondierung auf Bohrebene Nr. 2 wurde nach der Kampfmittelfreigabe mit der Herstellung des Probepfahls und der zugehörigen Einzel- und Doppelreaktionspfähle auf Bohrebene Nr. 1 begonnen.

Nach der Kampfmittelsondierung auf Bohrebene Nr.2 wurde diese auf das Hilfsfundament Nr. 3 am Ostmauerkopf umgesetzt, sodass die Sondierarbeiten dort fortgesetzt und bis Ende September erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Weiterhin wurden die Arbeiten zur Herstellung des Probepfahls auf Bohrebene Nr.1 abgeschlossen und das Bohrgerät auf Bohrebene Nr. 3 umgesetzt.

Parallel zu den landseitigen Arbeiten wurde in der KW 41 mit den wasserseitigen Fräsarbeiten zur Herstellung der Bohrebene der Großbohrungen für das Hauptbauwerk begonnen. Zum Einsatz kommen eine schwimmende Einheit sowie ein Hydraulikbagger mit Fräse.
Zeitgleich zu den Arbeiten vor Ort läuft die Stahlbaufertigung im Stahlwerk. Die ersten sechs Tragrohre wurden fertiggestellt, in KW 41 geliefert und auf der BE-Fläche „Binnenhafenmole“ zwischengelagert.

 

Zustand vor der Baumaßnahme

Das Baufeld Südostufer (SOU) sowie die BE-Fläche „Binnenhafenmole“ wurden der Arbeitsgemeinschaft (kurz ARGE) „Binnenhafen Helgoland“  im Anschluss an die Kampfmittelräummaßnahme übergeben. Zur Sicherung der Böschung wurde in der Vormaßnahme ein Verfestigungskörper hergestellt, die Böschung wurde mit Soft Rock Containern gesichert und die Baustraße wurde mit RC-Material aufgeschottert. Das gesamte
Baufeld Südostufer wurde mit einer Absturzsicherung aus Betonsockeln und aufgesetzter Holzbeplankung gesichert übergeben. Die landseitige Bauzaunsicherung des Baufeldes sowie der Flächen am Südwestufer wurden ebenfalls bereits in der Vormaßnahme hergestellt und durch die ARGE übernommen. Mit der Übergabe des Baufeldes erfolgte ebenso die Übergabe der BE-Fläche Binnenhafenmole.