Bautagebuch Binnenhafen

Oktober / November 2020

– Aufschweißen der Zugbewehrung an die Tragrohrköpfe im Block 6 und 7
(Betonierabschnitt 5 und 6) für den Kajenholm
– Schalungsbau in den Blocken 5 bis 7 (Betonierabschnitt 5 und 6) für den Kajenholm
– Bewehrungseinbau in den Blöcken 5 bis 7 (Betonierabschnitt 4 bis 6)
– Betonage der Blöcke 2 bis 5 (1. bis 4. Betonierabschnitt)
– Einabau und Lagesicherung der Sandmatten unter Wasser vor der Kaje
– Einabu von ca. 1200 t Wasserbausteinen unter Wasser vor der Kaje
– Montage Gleitleisten an fertiggestellten und ausgeschalten Holmabschnitten

Im Oktober wurden die Stahl- und Betonbauarbeiten weiter vorangetrieben. Im Block 6 und 7 wurde die Zugbewährung an die Tragrohrköpfe geschweißt und die Füllbohlen auf die korrekte Einbauhöhe abgebrannt und mit zusätzlichen Schlitzen (zur Bewehrungsdurchführung) versehen.

Der Schalungsbau für den Kajenholm läuft weiterhin parallel zum Bewehrungseinbau. Stand heute laufen die Bewehrungsarbeiten im Block 6 und 7 = Betonierabschnitt 5 und 6. Zum Schalungsbau kommt der Einbau bestimmter Ausrüstungsteile wie die wasserseitig angeordneten Halteringe, oberseitig eingebaute Rückverankerungen für die Kantenpoller sowie Kabelleerrohrdurchführungen für die später folgende Landstromversorgung.

Die Blöcke 2 bis 5 (1. bis 4. Betonierabschnitt) sind bereits fertiggestellt und betoniert. Block 2 bis 4 wurden bereits ausgeschalt und wasserseitig abschnittsweise mit Gleitleisten ausgerüstet.

Der Einbau und die Lagesicherung der Sandmatten sind abgeschlossen. Außerdem wurden bereits etwa 1200 t Wasserbausteine per Arbeitsschiff „Braune“ nach Helgoland transportiert und durch die Henriette + Bagger eingebaut. Das entspricht ca. 70 % der benötigten Menge, um die Sohlsicherung vollständig herzustellen.


September / Oktober 2020

– Abschluss der Fertigteilherstellung (FT- Typ E) in Cuxhaven
– Transport, Ausrüstung und Montage von 51 Fertigteilen (abgeschlossen)
– Herstellung der horizontalen Fertigteil-Fußsicherung auf ca. 120m Länge unter Wasser
– Einbau von rund 330m³ Zwischenbeton zwischen Tragrohrwand und FT-Vorsatzschale
– Rückbau der temporären, vertikalen Fertigteilabhängung an 49 von 51 Fertigteilen
– Aufschweißen der Zugbewehrung an die Tragrohrköpfe im 1. bis 4 Betonierabschnitt für den Kajenholm
– Schalungsbau im 1. und 4 Betonierabschnitt für den Kajenholm
– Bewehrungseinbau im 1. bis 3 Betonierabschnitt
– Betonage des 1. Und 2. Stahlbetonholmabschnitts
– Beginn Einbau Sandmatte (Unterlage Sohlsicherung) 8 von 31
– Herstellung von Soilcrete-HDI-Säulen in den Anschlussbereichen zum OMK und zum SWU

Am heutigen Tag wurde das letzte noch fehlende Fertigteil montiert (Typ E, Anschluss an SW-Ufer). Die Herstellung der Fertigteile ist damit abgeschlossen.
Nach dem Aushärten des Zwischenbetons wurde in Teilbereichen der Rückbau der temporären, vertikalen Fertigteilabhängung durchgeführt. Mittlerweile sind in den bereist hinterfüllten Bereichen alle Abhängungen zurückgebaut.

Im September und Oktober wurden die Stahlbauarbeiten vorangetrieben. Im 3. und 4. Betonierabschnitt wurde die Zugbewährung an die Tragrohrköpfe geschweißt und die Füllbohlen auf die korrekte Einbauhöhe abgebrannt und mit zusätzlichen Schlitzen (zur Bewehrungsdurchführung) versehen.

Der Schalungsbau für den Kajenholm läuft parallel zum Bewehrungseinbau. Stand heute laufen die Bewehrungsarbeiten im Block 4 = 3 Betonierabschnitt. Die Blöcke 2 und 3 (1. und 2. Betonierabschnitt) sind bereits fertiggestellt und betoniert. Insgesamt teilt sich der neue Kajenholm in 7 Betonierabschnitte / Blöcke.

Die Anschlussbereiche zum Ostmauerkopf und zum Südwestufer werden als letzte hergestellt.
Parallel zur Herstellung des Holmes wurden die Anschlussbereich zum Ostmauerkopf und zum Südwestufer mithilfe von sogenannten Soilcrete-Säulen abgedichtet. Bei diesem Hochdruckinjektionsverfahren (HDI) wird Zementsuspension in den Boden injiziert und härtet dort aus. Die entstehenden Zementsäulen sollen die Bestandsanschlüsse abdichten und den Austritt von Hinterfüllmaterial ausschließen.

Weiterhin wurde das Planum wasserseitig vor der neuen Kaje hergestellt und mit dem Einbau der Sandmatte (Trennlage zwischen Felssohle bzw. Auffüllung und der Sohlsicherung aus Wasserbausteinen) begonnen. Die Sandmatten werden mittels Taucher positioniert und im Anschluss mit den Wasserbausteinen der zukünftigen Sohlsicherung beaufschlagt.

 

August / September 2020

– Fortführung der Fertigteilherstellung in Cuxhaven
– Transport, Ausrüstung und Montage von 50 Fertigteilen (1 Anschlussfertigteil ausstehend)
– Herstellung der horizontalen Fertigteil-Fußsicherung auf ca. 120m Länge unter Wasser
– Einbau von rund 330 m³ Zwischenbeton zwischen Tragrohrwand und FT-Vorsatzschale
– Rückbau der temporären, vertikalen Fertigteilabhängung
– Aufschweißen der Zugbewehrung an die Tragrohrköpfe im 2. und 3. Betonierabschnitt für den Kajenholm
– Anlieferung der Einbau- und Ausrüstungsteile (Halteringe, Kantenschutz, Steigleitern)
– Anlieferung der Holmbewehrung
– Beginn Schalungsbau im 2. Und 3. Betonierabschnitt für den Kajenholm

Bis in die erste Septemberwoche wurden 50 der insgesamt 51 Fertigteile montiert. Die Herstellung des noch ausstehenden Fertigteils (Fertigteil Typ E- Anschluss ans Südwestufer) wird derzeit im Fertigteilwerk in Cuxhaven vorbereitet (Schalungsbau).

Weiterhin wurde auf einer Länge von etwa 120m die horizontale Fußsicherung der Fertigteile unter Tauchereinsatz hergestellt. Nach der Herstellung der Fußsicherung wurde mit der Betonage des Zwischenraums zwischen der stählernen Tragrohrkonstruktion und der Betonfertigteil-Vorsatzschale begonnen. Es wurden bis zum heutigen Tag bereits 330m³ Zwischenbeton lagenweise eingebaut.

Ebenso wurde der Anschluss an das Bestandsbauwerk des Ostmauerkopfes fertiggestellt. Hier wurden im Unterwasserbereich passgenaue Schalungsarbeiten vorgenommen, um ein Austritt des Zwischenbeton zu unterbinden.

Nach dem Aushärten des Zwischenbetons wurde in Teilbereichen der Rückbau der temporären, vertikalen Fertigteilabhängung durchgeführt.

Zur Herstellung des Betonholms wurde weiterhin im 2. und 3. Betonierabschnitt die Zugbewährung an die Tragrohrköpfe geschweißt und die Füllbohlen auf die korrekte Einbauhöhe abgebrannt und mit zusätzlichen Schlitzen versehen. Diese Schlitze dienen der späteren Durchführung der Bewehrungseisen des Betonholms.

Mit Beginn des Septembers startete auch der Schalungsbau für den Kajenholm im 2. und 3. Betonierabschnitt. Parallel erfolgte die Anlieferung der Bewehrung sowie der Einbau- und Anbauteile nach Helgoland.

Juli / August 2020

– Fortführung der Fertigteilherstellung in Cuxhaven
– Transport der ersten 49 Fertigteile nach Helgoland via Arbeitsschiff
– Zwischenlagerung und Ausrüstung der Fertigteile mit Anbauteilen zur Montage
– Herstellung der Unterwasserschalung
– Einbau der horizontalen Fußsicherung der Fertigteile mittels Betonpumpe
– Erstellen von Aufmaßen für die Sonderfertigteile Typ D und E (Anschluss an Ostmauerkopf
und Südwestufer)

In der zweiten Julihälfte wurde die Herstellung, Lieferung und der Einbau der Fertigteile vorangebracht. Inzwischen sind 49 von 51 Fertigteilen hergestellt. Lediglich die Sonderbauteile für die Anschlussbereiche an den Ostmauerkopf und das Südwestufer stehen noch aus. Hierfür mussten zunächst unter Tauchereinsatz Aufmaße genommen werden, sodass die Bauteile passgenau an den Bestand anschließen. Bis heute wurden bereits 46 Fertigteile installiert.

Nachlaufend wurde mit dem Einbau der Bigbag-Unterwasserschalung begonnen und die horizontale Fertigteil-Fußsicherung abschnittsweise betoniert. Hier stehen noch die Anschlussbereiche aus. Für das Umsetzen der Unterwasserschalung wurden die wasserseitigen Laufstege mehrfach umgebaut.

Im Fertigteilwerk in Cuxhaven wurde parallel die Produktion der Fertigteile fortgeführt. Aktuell werden die Schalungen für die Sonderbauteile Typ D (Anschluss Ostmauerkopf) und Typ E (Anschluss Südwestufer) vorbereitet.

Juni / Juli 2020

– Fortführung der Fertigteilherstellung in Cuxhaven
– Transport der ersten 36 Fertigteile nach Helgoland via Arbeitsschiff
– Zwischenlagerung und Ausrüstung der Fertigteile mit Anbauteilen zur Montage
– Einbau von 32 Fertigteilen unter Tauchereinsatz
– Fertigstellung der Nassbaggerarbeiten zur Herstellung der Sohltiefe vor der neuen Kaje
– Umtransport des Baggerguts aus den Nassbaggerarbeiten auf die Dreiecksfläche
– Umlagerung von Felsmaterial und Einbau als Auffüllung unterhalb der neuen Sohle
– Ausbau überschüssiges Felsmaterial aus dem subaquatischen Depot
– Herstellung der Sohle unterhalb des ausgebaggerten subaquatischen Depots

Die Nassbaggerarbeiten zur Herstellung der finalen Sohltiefe wurden abgeschlossen. Das Baggergut wurde in Absetzbecken auf dem Südostufer zum Vortrocknen zwischengelagert. Nachdem das Material Transportreife erreicht hatte, wurde es auf die Dreiecksfläche verbracht und dort zu einer Halde aufgesetzt.

Zwischenzeitlich wurde das Felsmaterial aus der Vormaßnahme, welches in einem subaquatischen Depot (Halde unter Wasser) am Südwestufer gelagert wurde, mithilfe des Arbeitsschiffes vollständige ausgehoben und die Sohltiefe in diesem Bereich wieder hergestellt.

Das Material wurde u. a. als Auffüllung in Untiefen unterhalb der neuen Sohlsicherung vor dem Südostufer eingebaut. Am 15. Juni wurden die ersten beiden Schiffsladungen mit Fertigteilen aus Cuxhaven nach Helgoland gebracht. Diese wurden auf dem Südostufer zur Ausrüstung zwischengelagert. Ausgerüstet werden die Fertigteile mit einer rückwärtig angebrachten, horizontalen Gurtung und der kopfseitigen, vertikalen Abhängung zur Montage an der Tragrohrkonstruktion.

Am 23. Juni wurde das erste Fertigteil mithilfe des Raupenseilkrans LR 853 vor die neue Kaje gehoben, ausgerichtet und unter Tauchereinsatz fixiert. Bis heute wurden 32 Fertigteile installiert. Im Fertigteilwerk in Cuxhaven wurde weiterhin die Produktion der Fertigteile fortgeführt.

Mai / Juni 2020

– Mobilisierung des Arbeitsschiffes, der Baustelle und der BE-Fläche auf der Binnenhafenmole
– Beginn der Fertigteilproduktion in Cuxhaven
– Fertigstellung aller vertikalen Fertigteilabhängungen
– Fertigstellung des Anschlusses an den Bestand des Südwestufers
– Fertigstellung der Sandbaggerung im Dünenhafen und Einbau als Kajenhinterfüllung
– Auffüllen der Tragrohre mit Sand und Betonage der Tragrohrköpfe
– Fertigstellung Ausbau der Softrock-Container und Transport an das Nordostbohlwerk
– Beginn der Nassbaggerarbeiten zur Herstellung der Sohltiefe vor der neuen Kaje

Nach der Lockerung der Einreisebeschränkungen für Berufspendler zum 04.05.2020 konnten die Arbeiten am Südostufer wieder aufgenommen werden. Nach der Mobilisierung des Arbeitsschiffes in Cuxhaven und den Gerätschaften vor Ort im Baufeld wurde nahtlos an die Arbeiten im April angeknüpft.

Im Mai wurden der lagenweise Einbau der Hinterfüllung sowie die Verdichtung des Sandes fortgeführt und Anfang Juni abgeschlossen. Weiterhin konnten der Ausbau der Softrock-Container und der Transport an das Nordostbohlwerk abgeschlossen werden.

Nach Beendigung der Sandbaggerarbeiten, wurde die schwimmende Einheit umgerüstet und hat mit den Nassbaggerarbeiten zur Herstellung der finalen Sohltiefe begonnen. Auf diese wird in einem späteren Arbeitsschritt die Sohlsicherung aufgebracht. Parallel dazu wurden alle Bauteile für die vertikale Fertigteilabhängung aufgesetzt und an die Tragrohre bzw. Ankerstühle angeschweißt. Außerdem konnte der Bestandsanschluss der Tragrohrwand an das Südwestufer
durch eine speziell angepassten Anschlussbohle fertiggestellt werden, ähnlich wie zuvor am Ostmauerkopf.

Nach dem finalen Schließen der neuen „Wand“ wurden auch die Tragrohre mit Sand aufgefüllt und die Tragrohrköpfe ausbetoniert. Ebenfalls wurde der Unterbeton zum Aufstellen der landseitigen Schalung für den Betonholm eingebracht. Im Fertigteilwerk in Cuxhaven wurde durchgehend gearbeitet, sodass die Produktion der Fertigteile bereits begonnen werden konnte.

März / April 2020

– Fertigstellung der Anschlussbohle am Ostmauerkopf
– Aufsetzten aller 51 Ankerstühlen
– Fertigstellung aller 51 Pfahlkopfanschlüsse
– Fortführung der Sandbaggerung im Dünenhafen und Einbau als Kajenhinterfüllung
– Beginn Ausbau der Softrock-Container und Umtransport an das Nordostbohlwerk
– Rücktransport der Hubinsel
– Sicherung der Baustelle und der BE-Fläche auf der Binnenhafenmole

Im März wurde der Einbau der Hinterfüllung fortgeführt. Der Umlauf „Material aus dem Dünenhafen-Depot entnehmen, per Arbeitsschiff „Braune“ in den Binnenhafen transportieren und als Kajenhinterfüllung einbauen“ wurde um den Vorgang „Softrock-Container (weiße GeoBags, Böschungssicherung) ausbauen und zur Weiternutzung an das Nordostbohlwerk bringen“ erweitert.

Parallel dazu wurden alle Ankerstühle aufgesetzt und alle Pfahlkopfanschlüsse hergestellt. Weiterhin konnte bereits der Bestandsanschluss der Tragrohrwand an den Ostmauerkopf durch Austauschbohrungen und einer speziell angepassten Anschlussbohle fertiggestellt werden. Außerdem konnte die Hubinsel wieder an den Betreiber übergeben werden, der diese zurück in den tideunabhängigen Hafen von Cuxhaven verholen ließ.

Am 24.03.2020 wurde aufgrund der Corona-Virus-Pandemie per Allgemeinverfügung des Kreises Pinneberg verfügt, dass alle Berufspendler, deren Arbeit auf der Insel nicht zur Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur dient, Helgoland zum Schutze der Bevölkerung und zur Sicherstellung der medizinischen Kapazitäten vorläufig nicht mehr betreten dürfen. Die ARGE Binnenhafen musste daher den Baustellenbetrieb vorläufig einstellen, die Baustelle sichern und abreisen.

Februar / März 2020

– Fertigstellung der Ankerstühle und Lieferung auf die Baustelle
– Aufsetzten von insgesamt 34 Ankerstühlen
– Fertigstellung von ca. 10 Pfahlkopfanschlüssen
– Einvibrieren der Füllbohlen FB-02 bis FB-09
– Umrüsten von Bohrhilfsgerüsten und Montage von Arbeitsbühnen / Laufstegen
– Fertigstellung aller Brennschnitte an den Tragrohrköpfen
– Fertigstellung aller 51 Mikropfahl-Rückverankerungen
– Beginn der Sandbaggerung im Dünenhafen und Einbau als Kajenhinterfüllung                              – Demobilisierung Bohrgerätschaften, Vorbereitung Hubinsel für Rücktransport

Trotz schlechter Wetterbedingungen und dadurch bedingten Bauunterbrechungen, konnte bis zur KW 11 die Herstellung der Mikropfahl-Rückverankerung fertiggestellt werden. Für die Herstellung wurde die Hubinsel mehrmals neu positioniert, sodass auf allen Positionen zunächst die Schutzrohre eingebracht und dann durch diese hindurch die Mikropfähle hergestellt werden konnten. Parallel dazu wurden die verbliebenen Füllbohlen final einvibriert.

Zeitgleich zu den Bohrarbeiten wurde am Stahlbauanschluss der Mikropfahlköpfe (Schrägpfähle, 45° Neigung) an die Tragrohre (Vertikalpfähle) gearbeitet. Dazu wurden die ersten Ankerstühle aufgesetzt, angeschweißt und nachlaufend die Bauteile der Pfahlkopfanschlusskonstruktion (Ausgleichsplatte, Ankerplatte und Kugelbundmutter) montiert.

Anfang März wurde pünktlich mit dem Einbau der Hinterfüllung begonnen. Das Material wurde zuvor aus dem Dünenhafen-Depot entnommen und per Arbeitsschiff „Braune“ in den Binnenhafen transportiert. Parallel läuft derzeit die Demobilisierung der Bohrgerätschaften und der Hubinsel.

Januar/Februar 2020

– Fertigstellung aller 51 Tragrohr- und Austauschbohrungen und Einbau der verbliebenen               Tragrohre
– Einbau der Füllbohlen FB-10 bis FB-51
– Einstellen der Füllbohlen FB-02 bis FB-09
– Herstellung von Bohrhilfsgerüsten und Montage von Arbeitsbühnen/Laufstegen
– Brennschnitte an den Tragrohrköpfen zur Vorbereitung der Pfahlkopfanschlüsse
– Umrüstarbeiten an der Hubinsel zur Vorbereitung der Ankerbohrarbeiten
– Lieferung aller Geräte und Materialien zur Herstellung der Rückverankerung
– Fertigstellung von insgesamt 22 der 51 Mikropfahl-Rückverankerungen

In den ersten beiden Arbeitswochen im Januar wurden alle Bohrarbeiten und Tragrohreinbauten mit dem Großbohrgerät BG 45 abgeschlossen. Es wurde im Anschluss demobilisiert und abtransportiert. Im Gegenzug wurden alle Materialien und Gerätschaften zur Herstellung der Rückverankerung nach Helgoland verschifft und die Hubinsel auf den Ankerbohrbetrieb umgerüstet. Parallel zu den Umrüstarbeiten an und auf der Hubinsel wurden die Brennschnitte an den Tragrohrköpfen durchgeführt, sodass im Anschluss an die Herstellung der Rückverankerungen (Mikropfähle) diese mit den Tragrohren verbunden werden können. Der Anschluss erfolgt über spezielle Ankerstühle, deren Fertigung parallel zu den Arbeiten auf der Baustelle im Stahlbaubetrieb auf dem Festland läuft. Weiterhin wurden alle Füllbohlen eingestellt und größtenteils bereits bis auf die finale Tiefe einvibriert.

Dezember 2019/Januar 2020

– Herstellung von insgesamt 49 Austauschbohrungen und Auffüllung mit Sand
– Herstellung von insgesamt 48 Tragrohrbohrungen
– Einbau und Betonage von insgesamt 48 Tragbohlen
– Herstellung von Bohrhilfsgerüsten und Montage von Arbeitsbühnen/Laufstegen

Wasserseitig konnten seit dem 23.10.2019 weitere 47 Tragrohrbohrungen hergestellt und ebenso viele Tragrohre eingebaut und betoniert werden. Die Bohrarbeiten in den Regelbereichen A1 bis E1 sind fertiggestellt. Weiterhin wurden insgesamt 49 Austauschbohrungen abgeteuft und mit Sand verfüllt. Mit der Fertigstellung des Regelbereichs E2 werden zu Beginn der KW 3 alle Bohrarbeiten und Tragrohreinbauten mit dem Großbohrgerät abgeschlossen sein. Die regelmäßig parallel durchgeführten Umtransporte des Bohrgutes werden ebenfalls in der KW 3 mit der Fertigstellung des Tragrohreinbaus beendet sein.

Weiterhin liefen vorbereitende Arbeiten für die anstehende Herstellung der Rückverankerung, für die u. a. Hilfsbohrgerüste gefertigt und montiert wurden. Ebenso wurden Arbeitsbühnen und Laufstege vorbereitet und teilweise bereits an die Tragrohrwand montiert.

November/Dezember 2019

– Erfolgreiche Probebelastung der 3 Probepfähle
– Herstellung von 38 Austauschbohrungen und Auffüllung mit Sand
– Herstellung von 36 Tragrohrbohrungen
– Einbau und Betonage von 36 Tragbohlen
– Einbau von 17 Füllbohlen

In der KW 48 wurden die Probebelastungen der 3 Probepfähle erfolgreich durchgeführt. Die Tragfähigkeit konnte durch das Aufbringen einer vorgegebenen Prüflast von 200 Tonnen je Pfahl nachgewiesen werden. Der Bauabschnitt „Vorgezogene Pfahlprobebelastungen“ ist somit abgeschlossen und liefert die notwendigen geotechnischen Erkenntnisse für die Herstellung der Rückverankerung des Hauptbauwerkes.

Wasserseitig konnten seit dem 23.10.2019 (Einbau Tragrohr Nr.1) weitere 35 Tragrohrbohrungen hergestellt und ebenso viele Tragrohre eingebaut und betoniert werden. Die Bohrarbeiten in den Regelbereichen A1 bis A4 (Hubinselstellungen, in denen mehrere Bohrungen ohne Verholen der Insel abgeteuft werden können) sind fertiggestellt. Weiterhin wurden insgesamt 38 Austauschbohrungen abgeteuft, mit Sand verfüllt und 17 Füllbohlen einvibriert. Für das Arbeiten in den Anschlussbereichen zum Ostmauerkopf und zum Südwestufer (Stellung B und D) musste bzw. muss die Hubinsel mit jeder Bohrung neu positioniert werden. Das Umsetzten der schwimmenden Einheiten erfolgt dabei in der Regel mit dem Arbeits- und Lagerschiff „Berghaus“.

Einen wesentlichen logistischen Teil der Arbeiten stellt der regelmäßige und kontinuierliche Umtransport des Bohrgutes von der Lagerschute im Binnenhafen in das Bodenlager auf der Dreiecksfläche dar.

Parallel zu den Arbeiten vor Ort wurde die Stahlbaufertigung im Stahlwerk abgeschlossen. Insgesamt 48 von 51 Tragrohren wurden geliefert und auf der BE-Fläche „Binnenhafenmole“ bzw. dem Lagerschiff zwischengelagert oder, wie zuvor beschrieben, bereits eingebaut. Die restlichen 3 Tragrohre befinden sich im Zulauf.

Oktober/November 2019

– Herstellung des zweiten und dritten Probepfahls sowie der zugehörigen Einzel- und                       Doppelreaktionspfähle
– Abschluss der wasserseitigen Fräsarbeiten zur Herstellung der Ansatzebene für das                        Großbohrgerät
– Einrichten der Hubinsel und der schwimmenden Einheiten
– Herstellung von 14 Austauschbohrungen und Auffüllung mit Sand
– Herstellung von 13 Tragrohrbohrungen
– Einbau und Betonage von 13 Tragbohlen
– Anlieferung aller Füll- und Passbohlen

In der KW 42 konnten die Probe- und Reaktionspfähle auf den Bohrebenen 2 und 3 fertiggestellt und der Gesamtvorgang zur Herstellung der Probe- und Reaktionspfahlherstellung final abgeschlossen werden.

Wasserseitig wurden ebenfalls die Fräsarbeiten zur Herstellung der Bohransatzebene fertiggestellt. In KW 42 wurde die vollaufgerüstete Hubinsel (Bohrgerät 45 + Seilbagger) von Cuxhaven nach Helgoland verholt. Die finale Aufrüstung des Bohrgeräts erfolgte vor Ort im Helgoländer Binnenhafen. Weiterhin wurden die schwimmenden Einheiten (Lagerschute Sand, Lagerschute Bohrgut, Lagerschiff Tragrohre) eingerichtet und mit Material (Füllsand und Tragrohre) bestückt. Nach dem Aufrüsten erfolgte die Positionierung der Hubinsel und der schwimmenden Einheiten auf der Hubinsel-Arbeitsstellung A1.

Nach den ersten Austauschbohrungen und Sandverfüllungen wurde am 23.10.2019 die erste Tragrohrbohrung abgeteuft und das erste Tragrohr (Tragbohle TB-18) eingestellt und betoniert.
Bis zum 06.11.2019 wurden in den Hubinsel-Arbeitsstellungen A1 und A3 insgesamt 13 Tragrohre eingestellt und betoniert und weitere 14 Austauschbohrungen hergestellt und mit Sand aufgefüllt.

Parallel zu den Arbeiten vor Ort läuft weiterhin die Stahlbaufertigung im Stahlwerk. Die ersten 21 Tragrohre wurden geliefert und auf der BE-Fläche „Binnenhafenmoel“ bzw. dem Lagerschiff zwischengelagert oder, wie zuvor beschrieben, bereits eingebaut. Außerdem wurden alle Füll- und Passbohlen angeliefert und auf der Binnenhafenmole bzw. dem Lagerschiff
zwischengelagert.

September/Oktober 2019

– Herstellung der Baustelleneinrichtung (kurz BE) auf der Binnenhafenmole und im Baufeld SOU
– Herstellung der Hilfsfundamente für die Bohrgerüste Nr. 1 – 3
– Herstellung der Bohrgerüste Nr. 1 und 2
– Montage der Bohrgerüste auf die Hilfsfundamente
– Herstellung der Bohrplattformen (Auflage von Baggermatratzen)
– Kampfmittelsondierung der Bohransatzpunkte für die Herstellung der Probe- und                          Reaktionspfähle im oberen Böschungsbereich
– Herstellung des ersten Probepfahls sowie der zugehörigen Einzel- und Doppelreaktionspfähle
– Wasserseitige Fräsarbeiten zur Herstellung der Ansatzebene für das Großbohrgerät

Planmäßig wurde im September mit der Einrichtung der Baustelle im Baufeld SOU und der BE-Fläche „Binnenhafenmole“ begonnen. Die teilweise übernommene Einrichtung der BE-Fläche aus der Vormaßnahme wurde für den geplanten Umschlag von Material und Gerätschaften neu organisiert. Ebenso wurden die Unterkünfte und Büros angepasst und Lager/Magazine eingerichtet. Zum Abgrenzen der BE-Fläche wurde außerdem ein Bauzaun auf der Binnenhafenmole eingerichtet.

Im Baufeld SOU wurden im September die Vorarbeiten zur Herstellung der Probepfähle durchgeführt. Dazu wurden drei Hilfsfundamente zum Aufstellen und zwei Bohrgerüste hergestellt. Final montiert wurde die Bohrebene Nr. 1 (westliche Bohrebene), bestehend aus Hilfsfundament, Bohrgerüst und Bohrplattform aus Baggermatratzen, in unmittelbarer Nähe des Südwestufers.

Auf Bohrebene Nr. 1 wurde Ende September mit der punktuellen Kampfmittelsondierung zur Freigabe der Bohransatzpunkte für die insgesamt 12 Probe- und Reaktionspfähle begonnen. Bei der vorangegangenen Maßnahme Kampfmittelräumung Binnenhafen wurde in Abstimmung mit dem Kampfmittelräumdienst aus wirtschaftlichen Gründen auf eine Tiefenräumung im Bereich der Straße am Binnenhafen verzichtet. Es wurde bis kurz unter die Leitungsebene geräumt.

Währenddessen wurde die Bohrebene Nr. 2 (mittig im Baufeld SOU) fertiggestellt, sodass im Anschluss daran die Kampmittelsondierung dort fortgesetzt werden konnte. Parallel zur Kampfmittelsondierung auf Bohrebene Nr. 2 wurde nach der Kampfmittelfreigabe mit der Herstellung des Probepfahls und der zugehörigen Einzel- und Doppelreaktionspfähle auf Bohrebene Nr. 1 begonnen.

Nach der Kampfmittelsondierung auf Bohrebene Nr.2 wurde diese auf das Hilfsfundament Nr. 3 am Ostmauerkopf umgesetzt, sodass die Sondierarbeiten dort fortgesetzt und bis Ende September erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Weiterhin wurden die Arbeiten zur Herstellung des Probepfahls auf Bohrebene Nr.1 abgeschlossen und das Bohrgerät auf Bohrebene Nr. 3 umgesetzt.

Parallel zu den landseitigen Arbeiten wurde in der KW 41 mit den wasserseitigen Fräsarbeiten zur Herstellung der Bohrebene der Großbohrungen für das Hauptbauwerk begonnen. Zum Einsatz kommen eine schwimmende Einheit sowie ein Hydraulikbagger mit Fräse.
Zeitgleich zu den Arbeiten vor Ort läuft die Stahlbaufertigung im Stahlwerk. Die ersten sechs Tragrohre wurden fertiggestellt, in KW 41 geliefert und auf der BE-Fläche „Binnenhafenmole“ zwischengelagert.

Zustand vor der Baumaßnahme

Das Baufeld Südostufer (SOU) sowie die BE-Fläche „Binnenhafenmole“ wurden der Arbeitsgemeinschaft (kurz ARGE) „Binnenhafen Helgoland“  im Anschluss an die Kampfmittelräummaßnahme übergeben. Zur Sicherung der Böschung wurde in der Vormaßnahme ein Verfestigungskörper hergestellt, die Böschung wurde mit Soft Rock Containern gesichert und die Baustraße wurde mit RC-Material aufgeschottert. Das gesamte
Baufeld Südostufer wurde mit einer Absturzsicherung aus Betonsockeln und aufgesetzter Holzbeplankung gesichert übergeben. Die landseitige Bauzaunsicherung des Baufeldes sowie der Flächen am Südwestufer wurden ebenfalls bereits in der Vormaßnahme hergestellt und durch die ARGE übernommen. Mit der Übergabe des Baufeldes erfolgte ebenso die Übergabe der BE-Fläche Binnenhafenmole.