Archiv des Autors: Jan Berschneider

Jungfalke von Nordsee Ost-Umspannwerk gerettet

Sakerfalke "Rocket" auf dem Umspannwerk des Windparks Nordsee Ost

Sakerfalke „Rocket“ auf dem Umspannwerk des Windparks Nordsee Ost

 

Es liegen ereignisreiche Tage hinter dem Sakerfalken Rocket. Nachdem er rund 300 Kilometer von der Adlerwarte Berlebeck im Teutoburger Wald bis auf die offene Nordsee zurückgelegt hatte, landetet er erschöpft auf dem Umspannwerk des Offshore-Windparks Nordsee Ost. Weiterlesen

Bau der neuen Südkaje hat begonnen

Combifloat mit Bohraufbau

Combifloat mit Bohraufbau

 

Die Kampfmittelräumarbeiten sowie die vorbereitenden Maßnahmen wie Abbruch eines alten Windkraftfundamentes und das Abfräsen eines Kajenteils sind beendet. Ebenso wurde die Felsbaggerung zur Vertiefung der Sohle und die Brechung des geförderten Materials abgeschlossen. Weiterlesen

Offshore-Windpark Nordsee Ost: Alle Windkraftanlagen auf See errichtet

  • 6-Megawatt-Turbinen der Firma Senvion
  • Zwei verschiedene Installationsmethoden genutzt
  • Kommerzielle Inbetriebnahme im Frühjahr 2015

Hinter dem Installationsteam des Offshore-Windparks Nordsee Ost liegen ereignisreiche Wochen. Rund 30 Kilometer nördlich der Insel Helgoland wurde über Weihnachten die letzte der insgesamt 48 Windkraftanlagen erfolgreich errichtet.

„Mit gleich zwei Installationsschiffen haben wir an der Fertigstellung der 48 Windkraft-anlagen gearbeitet und neben der herkömmlichen Rotorsternmontage erstmals die Rotorblätter der 6-Megawatt-Turbine auf See auch einzeln an der Nabe angebracht“, erklärt Marcel Sunier, Projektdirektor für den Windpark Nordsee Ost bei RWE Innogy. „In nur sieben Monaten konnten wir über Weihnachten die Turbineninstallation erfolgreich abschließen. Unsere ganze Aufmerksamkeit gilt nun der Inbetriebnahme. Ziel ist es, die Windkraftanlagen sukzessive ans Netz anzuschließen und die vollständige Betriebsbereitschaft aller Anlagen bis zum kommenden Frühjahr sicherzustellen. Die erste Anlage hat bereits den Probebetrieb aufgenommen und speist konstant grünen Strom ins Netz ein.“

Die Errichtung der insgesamt 48 Windkraftanlagen erfolgte vom Basishafen in Bremerhaven aus. Ebenso wie die Fundamente wurden auch die Turmsegmente, Gondeln und Rotorblätter auf der Fläche des Eurogate-Containerterminals gelagert, vormontiert und auf die Installationsschiffe „Victoria Mathias“ und „Friedrich Ernestine“ verladen.

Andreas Nauen, CEO Senvion SE: „Wir sind stolz, dass wir dieses Projekt gemeinsam erfolgreich umgesetzt haben. Mit unserer erprobten Technologie erreichen wir offshore durchschnittlich 4.000 Vollaststunden. Damit leisten wir einen wertvollen Beitrag zur Netz-Stabilität.“

Die einzelnen Komponenten der 6-Megawatt-Turbinen der Firma Senvion beeindrucken mit ihren gewaltigen Dimensionen: Mit rund 160 Metern Höhe vom Meeresspiegel bis zur Blattspitze überragt die Windkraftanlage den Kölner Dom. Die Gondel hat ein Gewicht von ca. 350 Tonnen und etwa die Abmessungen eines Einfamilienhauses. In ihrem Inneren befinden sich die Maschinenkomponenten wie Getriebe und Generator. Der Turm, bestehend aus zwei einzelnen Segmenten, ist insgesamt 70 Meter lang und wiegt über 240 Tonnen. Jedes Rotorblatt ist über 60 Meter lang und wiegt rund 23 Tonnen. Dies entspricht dem Gewicht von etwa sechs ausgewachsenen Elefanten.

Nach der Fertigstellung und kommerziellen Inbetriebnahme im kommenden Frühjahr wird der Offshore-Windpark Nordsee Ost über eine installierte Leistung von rund 295 Megawatt verfügen und umgerechnet rund 320.000 Haushalte im Jahr mit Strom versorgen. Ausgestattet mit den derzeit leistungsstärksten Offshore-Turbinen gehört Nordsee Ost zu den größten kommerziellen Windkraftprojekten vor der deutschen Küste.
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Meilenstein erreicht: Kampfmittelräumung im Vorhafen ist abgeschlossen

Nach etwa einem Jahr wurde Ende November endlich die Kampfmittelräumung entlang der Südkaje im Vorhafen abgeschlossen. Sodass nach dem Abbruch des alten Windkraftanlagen-Fundamentes sowie den, für die Herstellung der neuen Hafensohle erforderlichen Felsbaggerungen, mit dem eigentlichen Kajenbau begonnen werden kann.

Bei der Kampfmittelräumung wurden u.a. folgende Kampfmittel und Störkörper gefunden:

– 500 lb Sprengbombe:   4 Stück
– 500 lb Sprengbombe-Zerscheller mit Zünder:  1 Stück
– Zerscheller / Zerschellerteile:  6 Stück
– Deutsche Bomben 4 kg 1. Weltkrieg:   2 Stück
– Carbonitbomben 1. Weltkrieg:  ca. 10 Stück
– Ankertaumine:  1 Stück
– 15mm Brandsprenggranaten:  43 Stück
– 2cm Flak Munition:  137 Stück
– 7,62mm Patronen / Hülsen:  22 Stück

– Betonbruch ca. 250 to
– Buntsandstein ca. 200 to
– Stahlschrott ca. 20 to
– Autoreifen ca. 8 to

Insgesamt wurden ca. 1.300 Störkörper größer als 50 kg geborgen. Anschließend die mit Sand gefüllten BigBags und die Container, die als Splitterschutz für die Kampfmittelräumung gedient haben, zurückgebaut. Auch der Süddamm ist somit wieder benutzbar.

Rückbau Splitterschutzwand

Rückbau Splitterschutzwand

Süddamm - Rückbau der Kontainer

Süddamm – Rückbau der Container

Südkaje und Süddamm

Südkaje und Süddamm