Archiv des Autors: Jan Berschneider

Baustellen-Jahresausblick: Juli – Dezember 2020

Foto: H. Harring (HC Hagemann)

 

Die erste JahreshĂ€lfte ist schon vorbei. Zeit fĂŒr eine Zwischenbilanz im Binnenhafen, denn hier bereiten sich gerade alle auf einen Endspurt vor.

WĂ€hrend der Bau des neuen Holzbohlenstegs am SĂŒdwestufer voraussichtlich im Juli abschlossen sein wird, gibt es am SĂŒdostufer noch einiges zu tun. Die Fertigstellung ist fĂŒr Mai 2021 geplant. Weiterlesen

GeÀnderte Arbeitszeiten zwischen Mai und Ende Juni 2020

Bild: Heiko Harring, HCH

 

Nach dem coronabedingten Baustopp zwischen dem 24.03. und dem 02.05.20 sind die Arbeiten auf den HelgolĂ€nder Baustellen wieder in vollem Gange. Aktuell wird der Sand aus der Unterhaltungsbaggerung im DĂŒnenhafen in den Binnenhafen transportiert, um ihn fĂŒr den Kajenbau am SĂŒdostufer zu verwenden. Weiterlesen

Corona-Krise: Wiederaufnahme der Baustellenarbeiten

 

Es geht weiter! Vom 24.03.20 an standen die Baustellen auf der Insel aufgrund der Corona-Krisenauflagen still. Die aktuelle AllgemeinverfĂŒgung des Kreises Pinneberg vom 02.05.20 erlaubt es Berufspendlern wieder – unter Einhaltung von Hygiene- und Gesundheitsschutzbestimmungen –  die Insel zu betreten.

Die vollstĂ€ndige VerfĂŒgung finden Sie hier.

 

Corona-Krise: Status Quo der HelgolÀnder Baustellen

 

GerĂŒchte um BaustellenstillstĂ€nde aufgrund der Corona-Krise machen derzeit auf der Insel die Runde. Aktuell ist das nicht der Fall. Bisher gibt es durch die Krise Änderungen bei der An- und Abreise der MitarbeiterInnen der Baufirmen, die auch die Hafenprojektgesellschaft Helgoland vor tĂ€gliche Herausforderungen stellt. Weiterlesen

Bautagebuch Binnenhafen

Oktober / November 2020

– Aufschweißen der Zugbewehrung an die Tragrohrköpfe im Block 6 und 7
(Betonierabschnitt 5 und 6) fĂŒr den Kajenholm
– Schalungsbau in den Blocken 5 bis 7 (Betonierabschnitt 5 und 6) fĂŒr den Kajenholm
– Bewehrungseinbau in den Blöcken 5 bis 7 (Betonierabschnitt 4 bis 6)
– Betonage der Blöcke 2 bis 5 (1. bis 4. Betonierabschnitt)
– Einabau und Lagesicherung der Sandmatten unter Wasser vor der Kaje
– Einabu von ca. 1200 t Wasserbausteinen unter Wasser vor der Kaje
– Montage Gleitleisten an fertiggestellten und ausgeschalten Holmabschnitten

Im Oktober wurden die Stahl- und Betonbauarbeiten weiter vorangetrieben. Im Block 6 und 7 wurde die ZugbewĂ€hrung an die Tragrohrköpfe geschweißt und die FĂŒllbohlen auf die korrekte Einbauhöhe abgebrannt und mit zusĂ€tzlichen Schlitzen (zur BewehrungsdurchfĂŒhrung) versehen.

Der Schalungsbau fĂŒr den Kajenholm lĂ€uft weiterhin parallel zum Bewehrungseinbau. Stand heute laufen die Bewehrungsarbeiten im Block 6 und 7 = Betonierabschnitt 5 und 6. Zum Schalungsbau kommt der Einbau bestimmter AusrĂŒstungsteile wie die wasserseitig angeordneten Halteringe, oberseitig eingebaute RĂŒckverankerungen fĂŒr die Kantenpoller sowie KabelleerrohrdurchfĂŒhrungen fĂŒr die spĂ€ter folgende Landstromversorgung.

Die Blöcke 2 bis 5 (1. bis 4. Betonierabschnitt) sind bereits fertiggestellt und betoniert. Block 2 bis 4 wurden bereits ausgeschalt und wasserseitig abschnittsweise mit Gleitleisten ausgerĂŒstet.

Der Einbau und die Lagesicherung der Sandmatten sind abgeschlossen. Außerdem wurden bereits etwa 1200 t Wasserbausteine per Arbeitsschiff „Braune“ nach Helgoland transportiert und durch die Henriette + Bagger eingebaut. Das entspricht ca. 70 % der benötigten Menge, um die Sohlsicherung vollstĂ€ndig herzustellen.


September / Oktober 2020

– Abschluss der Fertigteilherstellung (FT- Typ E) in Cuxhaven
– Transport, AusrĂŒstung und Montage von 51 Fertigteilen (abgeschlossen)
– Herstellung der horizontalen Fertigteil-Fußsicherung auf ca. 120m LĂ€nge unter Wasser
– Einbau von rund 330mÂł Zwischenbeton zwischen Tragrohrwand und FT-Vorsatzschale
– RĂŒckbau der temporĂ€ren, vertikalen FertigteilabhĂ€ngung an 49 von 51 Fertigteilen
– Aufschweißen der Zugbewehrung an die Tragrohrköpfe im 1. bis 4 Betonierabschnitt fĂŒr den Kajenholm
– Schalungsbau im 1. und 4 Betonierabschnitt fĂŒr den Kajenholm
– Bewehrungseinbau im 1. bis 3 Betonierabschnitt
– Betonage des 1. Und 2. Stahlbetonholmabschnitts
– Beginn Einbau Sandmatte (Unterlage Sohlsicherung) 8 von 31
– Herstellung von Soilcrete-HDI-SĂ€ulen in den Anschlussbereichen zum OMK und zum SWU

Am heutigen Tag wurde das letzte noch fehlende Fertigteil montiert (Typ E, Anschluss an SW-Ufer). Die Herstellung der Fertigteile ist damit abgeschlossen.
Nach dem AushĂ€rten des Zwischenbetons wurde in Teilbereichen der RĂŒckbau der temporĂ€ren, vertikalen FertigteilabhĂ€ngung durchgefĂŒhrt. Mittlerweile sind in den bereist hinterfĂŒllten Bereichen alle AbhĂ€ngungen zurĂŒckgebaut.

Im September und Oktober wurden die Stahlbauarbeiten vorangetrieben. Im 3. und 4. Betonierabschnitt wurde die ZugbewĂ€hrung an die Tragrohrköpfe geschweißt und die FĂŒllbohlen auf die korrekte Einbauhöhe abgebrannt und mit zusĂ€tzlichen Schlitzen (zur BewehrungsdurchfĂŒhrung) versehen.

Der Schalungsbau fĂŒr den Kajenholm lĂ€uft parallel zum Bewehrungseinbau. Stand heute laufen die Bewehrungsarbeiten im Block 4 = 3 Betonierabschnitt. Die Blöcke 2 und 3 (1. und 2. Betonierabschnitt) sind bereits fertiggestellt und betoniert. Insgesamt teilt sich der neue Kajenholm in 7 Betonierabschnitte / Blöcke.

Die Anschlussbereiche zum Ostmauerkopf und zum SĂŒdwestufer werden als letzte hergestellt.
Parallel zur Herstellung des Holmes wurden die Anschlussbereich zum Ostmauerkopf und zum SĂŒdwestufer mithilfe von sogenannten Soilcrete-SĂ€ulen abgedichtet. Bei diesem Hochdruckinjektionsverfahren (HDI) wird Zementsuspension in den Boden injiziert und hĂ€rtet dort aus. Die entstehenden ZementsĂ€ulen sollen die BestandsanschlĂŒsse abdichten und den Austritt von HinterfĂŒllmaterial ausschließen.

Weiterhin wurde das Planum wasserseitig vor der neuen Kaje hergestellt und mit dem Einbau der Sandmatte (Trennlage zwischen Felssohle bzw. AuffĂŒllung und der Sohlsicherung aus Wasserbausteinen) begonnen. Die Sandmatten werden mittels Taucher positioniert und im Anschluss mit den Wasserbausteinen der zukĂŒnftigen Sohlsicherung beaufschlagt.

 

August / September 2020

– FortfĂŒhrung der Fertigteilherstellung in Cuxhaven
– Transport, AusrĂŒstung und Montage von 50 Fertigteilen (1 Anschlussfertigteil ausstehend)
– Herstellung der horizontalen Fertigteil-Fußsicherung auf ca. 120m LĂ€nge unter Wasser
– Einbau von rund 330 mÂł Zwischenbeton zwischen Tragrohrwand und FT-Vorsatzschale
– RĂŒckbau der temporĂ€ren, vertikalen FertigteilabhĂ€ngung
– Aufschweißen der Zugbewehrung an die Tragrohrköpfe im 2. und 3. Betonierabschnitt fĂŒr den Kajenholm
– Anlieferung der Einbau- und AusrĂŒstungsteile (Halteringe, Kantenschutz, Steigleitern)
– Anlieferung der Holmbewehrung
– Beginn Schalungsbau im 2. Und 3. Betonierabschnitt fĂŒr den Kajenholm

Bis in die erste Septemberwoche wurden 50 der insgesamt 51 Fertigteile montiert. Die Herstellung des noch ausstehenden Fertigteils (Fertigteil Typ E- Anschluss ans SĂŒdwestufer) wird derzeit im Fertigteilwerk in Cuxhaven vorbereitet (Schalungsbau).

Weiterhin wurde auf einer LĂ€nge von etwa 120m die horizontale Fußsicherung der Fertigteile unter Tauchereinsatz hergestellt. Nach der Herstellung der Fußsicherung wurde mit der Betonage des Zwischenraums zwischen der stĂ€hlernen Tragrohrkonstruktion und der Betonfertigteil-Vorsatzschale begonnen. Es wurden bis zum heutigen Tag bereits 330mÂł Zwischenbeton lagenweise eingebaut.

Ebenso wurde der Anschluss an das Bestandsbauwerk des Ostmauerkopfes fertiggestellt. Hier wurden im Unterwasserbereich passgenaue Schalungsarbeiten vorgenommen, um ein Austritt des Zwischenbeton zu unterbinden.

Nach dem AushĂ€rten des Zwischenbetons wurde in Teilbereichen der RĂŒckbau der temporĂ€ren, vertikalen FertigteilabhĂ€ngung durchgefĂŒhrt.

Zur Herstellung des Betonholms wurde weiterhin im 2. und 3. Betonierabschnitt die ZugbewĂ€hrung an die Tragrohrköpfe geschweißt und die FĂŒllbohlen auf die korrekte Einbauhöhe abgebrannt und mit zusĂ€tzlichen Schlitzen versehen. Diese Schlitze dienen der spĂ€teren DurchfĂŒhrung der Bewehrungseisen des Betonholms.

Mit Beginn des Septembers startete auch der Schalungsbau fĂŒr den Kajenholm im 2. und 3. Betonierabschnitt. Parallel erfolgte die Anlieferung der Bewehrung sowie der Einbau- und Anbauteile nach Helgoland.

Juli / August 2020

– FortfĂŒhrung der Fertigteilherstellung in Cuxhaven
– Transport der ersten 49 Fertigteile nach Helgoland via Arbeitsschiff
– Zwischenlagerung und AusrĂŒstung der Fertigteile mit Anbauteilen zur Montage
– Herstellung der Unterwasserschalung
– Einbau der horizontalen Fußsicherung der Fertigteile mittels Betonpumpe
– Erstellen von Aufmaßen fĂŒr die Sonderfertigteile Typ D und E (Anschluss an Ostmauerkopf
und SĂŒdwestufer)

In der zweiten JulihĂ€lfte wurde die Herstellung, Lieferung und der Einbau der Fertigteile vorangebracht. Inzwischen sind 49 von 51 Fertigteilen hergestellt. Lediglich die Sonderbauteile fĂŒr die Anschlussbereiche an den Ostmauerkopf und das SĂŒdwestufer stehen noch aus. HierfĂŒr mussten zunĂ€chst unter Tauchereinsatz Aufmaße genommen werden, sodass die Bauteile passgenau an den Bestand anschließen. Bis heute wurden bereits 46 Fertigteile installiert.

Nachlaufend wurde mit dem Einbau der Bigbag-Unterwasserschalung begonnen und die horizontale Fertigteil-Fußsicherung abschnittsweise betoniert. Hier stehen noch die Anschlussbereiche aus. FĂŒr das Umsetzen der Unterwasserschalung wurden die wasserseitigen Laufstege mehrfach umgebaut.

Im Fertigteilwerk in Cuxhaven wurde parallel die Produktion der Fertigteile fortgefĂŒhrt. Aktuell werden die Schalungen fĂŒr die Sonderbauteile Typ D (Anschluss Ostmauerkopf) und Typ E (Anschluss SĂŒdwestufer) vorbereitet.

Juni / Juli 2020

– FortfĂŒhrung der Fertigteilherstellung in Cuxhaven
– Transport der ersten 36 Fertigteile nach Helgoland via Arbeitsschiff
– Zwischenlagerung und AusrĂŒstung der Fertigteile mit Anbauteilen zur Montage
– Einbau von 32 Fertigteilen unter Tauchereinsatz
– Fertigstellung der Nassbaggerarbeiten zur Herstellung der Sohltiefe vor der neuen Kaje
– Umtransport des Baggerguts aus den Nassbaggerarbeiten auf die DreiecksflĂ€che
– Umlagerung von Felsmaterial und Einbau als AuffĂŒllung unterhalb der neuen Sohle
– Ausbau ĂŒberschĂŒssiges Felsmaterial aus dem subaquatischen Depot
– Herstellung der Sohle unterhalb des ausgebaggerten subaquatischen Depots

Die Nassbaggerarbeiten zur Herstellung der finalen Sohltiefe wurden abgeschlossen. Das Baggergut wurde in Absetzbecken auf dem SĂŒdostufer zum Vortrocknen zwischengelagert. Nachdem das Material Transportreife erreicht hatte, wurde es auf die DreiecksflĂ€che verbracht und dort zu einer Halde aufgesetzt.

Zwischenzeitlich wurde das Felsmaterial aus der Vormaßnahme, welches in einem subaquatischen Depot (Halde unter Wasser) am SĂŒdwestufer gelagert wurde, mithilfe des Arbeitsschiffes vollstĂ€ndige ausgehoben und die Sohltiefe in diesem Bereich wieder hergestellt.

Das Material wurde u. a. als AuffĂŒllung in Untiefen unterhalb der neuen Sohlsicherung vor dem SĂŒdostufer eingebaut. Am 15. Juni wurden die ersten beiden Schiffsladungen mit Fertigteilen aus Cuxhaven nach Helgoland gebracht. Diese wurden auf dem SĂŒdostufer zur AusrĂŒstung zwischengelagert. AusgerĂŒstet werden die Fertigteile mit einer rĂŒckwĂ€rtig angebrachten, horizontalen Gurtung und der kopfseitigen, vertikalen AbhĂ€ngung zur Montage an der Tragrohrkonstruktion.

Am 23. Juni wurde das erste Fertigteil mithilfe des Raupenseilkrans LR 853 vor die neue Kaje gehoben, ausgerichtet und unter Tauchereinsatz fixiert. Bis heute wurden 32 Fertigteile installiert. Im Fertigteilwerk in Cuxhaven wurde weiterhin die Produktion der Fertigteile fortgefĂŒhrt.

Mai / Juni 2020

– Mobilisierung des Arbeitsschiffes, der Baustelle und der BE-FlĂ€che auf der Binnenhafenmole
– Beginn der Fertigteilproduktion in Cuxhaven
– Fertigstellung aller vertikalen FertigteilabhĂ€ngungen
– Fertigstellung des Anschlusses an den Bestand des SĂŒdwestufers
– Fertigstellung der Sandbaggerung im DĂŒnenhafen und Einbau als KajenhinterfĂŒllung
– AuffĂŒllen der Tragrohre mit Sand und Betonage der Tragrohrköpfe
– Fertigstellung Ausbau der Softrock-Container und Transport an das Nordostbohlwerk
– Beginn der Nassbaggerarbeiten zur Herstellung der Sohltiefe vor der neuen Kaje

Nach der Lockerung der EinreisebeschrĂ€nkungen fĂŒr Berufspendler zum 04.05.2020 konnten die Arbeiten am SĂŒdostufer wieder aufgenommen werden. Nach der Mobilisierung des Arbeitsschiffes in Cuxhaven und den GerĂ€tschaften vor Ort im Baufeld wurde nahtlos an die Arbeiten im April angeknĂŒpft.

Im Mai wurden der lagenweise Einbau der HinterfĂŒllung sowie die Verdichtung des Sandes fortgefĂŒhrt und Anfang Juni abgeschlossen. Weiterhin konnten der Ausbau der Softrock-Container und der Transport an das Nordostbohlwerk abgeschlossen werden.

Nach Beendigung der Sandbaggerarbeiten, wurde die schwimmende Einheit umgerĂŒstet und hat mit den Nassbaggerarbeiten zur Herstellung der finalen Sohltiefe begonnen. Auf diese wird in einem spĂ€teren Arbeitsschritt die Sohlsicherung aufgebracht. Parallel dazu wurden alle Bauteile fĂŒr die vertikale FertigteilabhĂ€ngung aufgesetzt und an die Tragrohre bzw. AnkerstĂŒhle angeschweißt. Außerdem konnte der Bestandsanschluss der Tragrohrwand an das SĂŒdwestufer
durch eine speziell angepassten Anschlussbohle fertiggestellt werden, Àhnlich wie zuvor am Ostmauerkopf.

Nach dem finalen Schließen der neuen „Wand“ wurden auch die Tragrohre mit Sand aufgefĂŒllt und die Tragrohrköpfe ausbetoniert. Ebenfalls wurde der Unterbeton zum Aufstellen der landseitigen Schalung fĂŒr den Betonholm eingebracht. Im Fertigteilwerk in Cuxhaven wurde durchgehend gearbeitet, sodass die Produktion der Fertigteile bereits begonnen werden konnte.

MĂ€rz / April 2020

– Fertigstellung der Anschlussbohle am Ostmauerkopf
– Aufsetzten aller 51 AnkerstĂŒhlen
– Fertigstellung aller 51 PfahlkopfanschlĂŒsse
– FortfĂŒhrung der Sandbaggerung im DĂŒnenhafen und Einbau als KajenhinterfĂŒllung
– Beginn Ausbau der Softrock-Container und Umtransport an das Nordostbohlwerk
– RĂŒcktransport der Hubinsel
– Sicherung der Baustelle und der BE-FlĂ€che auf der Binnenhafenmole

Im MĂ€rz wurde der Einbau der HinterfĂŒllung fortgefĂŒhrt. Der Umlauf „Material aus dem DĂŒnenhafen-Depot entnehmen, per Arbeitsschiff „Braune“ in den Binnenhafen transportieren und als KajenhinterfĂŒllung einbauen“ wurde um den Vorgang „Softrock-Container (weiße GeoBags, Böschungssicherung) ausbauen und zur Weiternutzung an das Nordostbohlwerk bringen“ erweitert.

Parallel dazu wurden alle AnkerstĂŒhle aufgesetzt und alle PfahlkopfanschlĂŒsse hergestellt. Weiterhin konnte bereits der Bestandsanschluss der Tragrohrwand an den Ostmauerkopf durch Austauschbohrungen und einer speziell angepassten Anschlussbohle fertiggestellt werden. Außerdem konnte die Hubinsel wieder an den Betreiber ĂŒbergeben werden, der diese zurĂŒck in den tideunabhĂ€ngigen Hafen von Cuxhaven verholen ließ.

Am 24.03.2020 wurde aufgrund der Corona-Virus-Pandemie per AllgemeinverfĂŒgung des Kreises Pinneberg verfĂŒgt, dass alle Berufspendler, deren Arbeit auf der Insel nicht zur Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur dient, Helgoland zum Schutze der Bevölkerung und zur Sicherstellung der medizinischen KapazitĂ€ten vorlĂ€ufig nicht mehr betreten dĂŒrfen. Die ARGE Binnenhafen musste daher den Baustellenbetrieb vorlĂ€ufig einstellen, die Baustelle sichern und abreisen.

Februar / MĂ€rz 2020

– Fertigstellung der AnkerstĂŒhle und Lieferung auf die Baustelle
– Aufsetzten von insgesamt 34 AnkerstĂŒhlen
– Fertigstellung von ca. 10 PfahlkopfanschlĂŒssen
– Einvibrieren der FĂŒllbohlen FB-02 bis FB-09
– UmrĂŒsten von BohrhilfsgerĂŒsten und Montage von ArbeitsbĂŒhnen / Laufstegen
– Fertigstellung aller Brennschnitte an den Tragrohrköpfen
– Fertigstellung aller 51 Mikropfahl-RĂŒckverankerungen
– Beginn der Sandbaggerung im DĂŒnenhafen und Einbau als KajenhinterfĂŒllung                              – Demobilisierung BohrgerĂ€tschaften, Vorbereitung Hubinsel fĂŒr RĂŒcktransport

Trotz schlechter Wetterbedingungen und dadurch bedingten Bauunterbrechungen, konnte bis zur KW 11 die Herstellung der Mikropfahl-RĂŒckverankerung fertiggestellt werden. FĂŒr die Herstellung wurde die Hubinsel mehrmals neu positioniert, sodass auf allen Positionen zunĂ€chst die Schutzrohre eingebracht und dann durch diese hindurch die MikropfĂ€hle hergestellt werden konnten. Parallel dazu wurden die verbliebenen FĂŒllbohlen final einvibriert.

Zeitgleich zu den Bohrarbeiten wurde am Stahlbauanschluss der Mikropfahlköpfe (SchrĂ€gpfĂ€hle, 45° Neigung) an die Tragrohre (VertikalpfĂ€hle) gearbeitet. Dazu wurden die ersten AnkerstĂŒhle aufgesetzt, angeschweißt und nachlaufend die Bauteile der Pfahlkopfanschlusskonstruktion (Ausgleichsplatte, Ankerplatte und Kugelbundmutter) montiert.

Anfang MĂ€rz wurde pĂŒnktlich mit dem Einbau der HinterfĂŒllung begonnen. Das Material wurde zuvor aus dem DĂŒnenhafen-Depot entnommen und per Arbeitsschiff „Braune“ in den Binnenhafen transportiert. Parallel lĂ€uft derzeit die Demobilisierung der BohrgerĂ€tschaften und der Hubinsel.

Januar/Februar 2020

– Fertigstellung aller 51 Tragrohr- und Austauschbohrungen und Einbau der verbliebenen               Tragrohre
– Einbau der FĂŒllbohlen FB-10 bis FB-51
– Einstellen der FĂŒllbohlen FB-02 bis FB-09
– Herstellung von BohrhilfsgerĂŒsten und Montage von ArbeitsbĂŒhnen/Laufstegen
– Brennschnitte an den Tragrohrköpfen zur Vorbereitung der PfahlkopfanschlĂŒsse
– UmrĂŒstarbeiten an der Hubinsel zur Vorbereitung der Ankerbohrarbeiten
– Lieferung aller GerĂ€te und Materialien zur Herstellung der RĂŒckverankerung
– Fertigstellung von insgesamt 22 der 51 Mikropfahl-RĂŒckverankerungen

In den ersten beiden Arbeitswochen im Januar wurden alle Bohrarbeiten und Tragrohreinbauten mit dem GroßbohrgerĂ€t BG 45 abgeschlossen. Es wurde im Anschluss demobilisiert und abtransportiert. Im Gegenzug wurden alle Materialien und GerĂ€tschaften zur Herstellung der RĂŒckverankerung nach Helgoland verschifft und die Hubinsel auf den Ankerbohrbetrieb umgerĂŒstet. Parallel zu den UmrĂŒstarbeiten an und auf der Hubinsel wurden die Brennschnitte an den Tragrohrköpfen durchgefĂŒhrt, sodass im Anschluss an die Herstellung der RĂŒckverankerungen (MikropfĂ€hle) diese mit den Tragrohren verbunden werden können. Der Anschluss erfolgt ĂŒber spezielle AnkerstĂŒhle, deren Fertigung parallel zu den Arbeiten auf der Baustelle im Stahlbaubetrieb auf dem Festland lĂ€uft. Weiterhin wurden alle FĂŒllbohlen eingestellt und grĂ¶ĂŸtenteils bereits bis auf die finale Tiefe einvibriert.

Dezember 2019/Januar 2020

– Herstellung von insgesamt 49 Austauschbohrungen und AuffĂŒllung mit Sand
– Herstellung von insgesamt 48 Tragrohrbohrungen
– Einbau und Betonage von insgesamt 48 Tragbohlen
– Herstellung von BohrhilfsgerĂŒsten und Montage von ArbeitsbĂŒhnen/Laufstegen

Wasserseitig konnten seit dem 23.10.2019 weitere 47 Tragrohrbohrungen hergestellt und ebenso viele Tragrohre eingebaut und betoniert werden. Die Bohrarbeiten in den Regelbereichen A1 bis E1 sind fertiggestellt. Weiterhin wurden insgesamt 49 Austauschbohrungen abgeteuft und mit Sand verfĂŒllt. Mit der Fertigstellung des Regelbereichs E2 werden zu Beginn der KW 3 alle Bohrarbeiten und Tragrohreinbauten mit dem GroßbohrgerĂ€t abgeschlossen sein. Die regelmĂ€ĂŸig parallel durchgefĂŒhrten Umtransporte des Bohrgutes werden ebenfalls in der KW 3 mit der Fertigstellung des Tragrohreinbaus beendet sein.

Weiterhin liefen vorbereitende Arbeiten fĂŒr die anstehende Herstellung der RĂŒckverankerung, fĂŒr die u. a. HilfsbohrgerĂŒste gefertigt und montiert wurden. Ebenso wurden ArbeitsbĂŒhnen und Laufstege vorbereitet und teilweise bereits an die Tragrohrwand montiert.

November/Dezember 2019

– Erfolgreiche Probebelastung der 3 ProbepfĂ€hle
– Herstellung von 38 Austauschbohrungen und AuffĂŒllung mit Sand
– Herstellung von 36 Tragrohrbohrungen
– Einbau und Betonage von 36 Tragbohlen
– Einbau von 17 FĂŒllbohlen

In der KW 48 wurden die Probebelastungen der 3 ProbepfĂ€hle erfolgreich durchgefĂŒhrt. Die TragfĂ€higkeit konnte durch das Aufbringen einer vorgegebenen PrĂŒflast von 200 Tonnen je Pfahl nachgewiesen werden. Der Bauabschnitt „Vorgezogene Pfahlprobebelastungen“ ist somit abgeschlossen und liefert die notwendigen geotechnischen Erkenntnisse fĂŒr die Herstellung der RĂŒckverankerung des Hauptbauwerkes.

Wasserseitig konnten seit dem 23.10.2019 (Einbau Tragrohr Nr.1) weitere 35 Tragrohrbohrungen hergestellt und ebenso viele Tragrohre eingebaut und betoniert werden. Die Bohrarbeiten in den Regelbereichen A1 bis A4 (Hubinselstellungen, in denen mehrere Bohrungen ohne Verholen der Insel abgeteuft werden können) sind fertiggestellt. Weiterhin wurden insgesamt 38 Austauschbohrungen abgeteuft, mit Sand verfĂŒllt und 17 FĂŒllbohlen einvibriert. FĂŒr das Arbeiten in den Anschlussbereichen zum Ostmauerkopf und zum SĂŒdwestufer (Stellung B und D) musste bzw. muss die Hubinsel mit jeder Bohrung neu positioniert werden. Das Umsetzten der schwimmenden Einheiten erfolgt dabei in der Regel mit dem Arbeits- und Lagerschiff „Berghaus“.

Einen wesentlichen logistischen Teil der Arbeiten stellt der regelmĂ€ĂŸige und kontinuierliche Umtransport des Bohrgutes von der Lagerschute im Binnenhafen in das Bodenlager auf der DreiecksflĂ€che dar.

Parallel zu den Arbeiten vor Ort wurde die Stahlbaufertigung im Stahlwerk abgeschlossen. Insgesamt 48 von 51 Tragrohren wurden geliefert und auf der BE-FlĂ€che „Binnenhafenmole“ bzw. dem Lagerschiff zwischengelagert oder, wie zuvor beschrieben, bereits eingebaut. Die restlichen 3 Tragrohre befinden sich im Zulauf.

Oktober/November 2019

– Herstellung des zweiten und dritten Probepfahls sowie der zugehörigen Einzel- und                       DoppelreaktionspfĂ€hle
– Abschluss der wasserseitigen FrĂ€sarbeiten zur Herstellung der Ansatzebene fĂŒr das                        GroßbohrgerĂ€t
– Einrichten der Hubinsel und der schwimmenden Einheiten
– Herstellung von 14 Austauschbohrungen und AuffĂŒllung mit Sand
– Herstellung von 13 Tragrohrbohrungen
– Einbau und Betonage von 13 Tragbohlen
– Anlieferung aller FĂŒll- und Passbohlen

In der KW 42 konnten die Probe- und ReaktionspfÀhle auf den Bohrebenen 2 und 3 fertiggestellt und der Gesamtvorgang zur Herstellung der Probe- und Reaktionspfahlherstellung final abgeschlossen werden.

Wasserseitig wurden ebenfalls die FrĂ€sarbeiten zur Herstellung der Bohransatzebene fertiggestellt. In KW 42 wurde die vollaufgerĂŒstete Hubinsel (BohrgerĂ€t 45 + Seilbagger) von Cuxhaven nach Helgoland verholt. Die finale AufrĂŒstung des BohrgerĂ€ts erfolgte vor Ort im HelgolĂ€nder Binnenhafen. Weiterhin wurden die schwimmenden Einheiten (Lagerschute Sand, Lagerschute Bohrgut, Lagerschiff Tragrohre) eingerichtet und mit Material (FĂŒllsand und Tragrohre) bestĂŒckt. Nach dem AufrĂŒsten erfolgte die Positionierung der Hubinsel und der schwimmenden Einheiten auf der Hubinsel-Arbeitsstellung A1.

Nach den ersten Austauschbohrungen und SandverfĂŒllungen wurde am 23.10.2019 die erste Tragrohrbohrung abgeteuft und das erste Tragrohr (Tragbohle TB-18) eingestellt und betoniert.
Bis zum 06.11.2019 wurden in den Hubinsel-Arbeitsstellungen A1 und A3 insgesamt 13 Tragrohre eingestellt und betoniert und weitere 14 Austauschbohrungen hergestellt und mit Sand aufgefĂŒllt.

Parallel zu den Arbeiten vor Ort lĂ€uft weiterhin die Stahlbaufertigung im Stahlwerk. Die ersten 21 Tragrohre wurden geliefert und auf der BE-FlĂ€che „Binnenhafenmoel“ bzw. dem Lagerschiff zwischengelagert oder, wie zuvor beschrieben, bereits eingebaut. Außerdem wurden alle FĂŒll- und Passbohlen angeliefert und auf der Binnenhafenmole bzw. dem Lagerschiff
zwischengelagert.

September/Oktober 2019

– Herstellung der Baustelleneinrichtung (kurz BE) auf der Binnenhafenmole und im Baufeld SOU
– Herstellung der Hilfsfundamente fĂŒr die BohrgerĂŒste Nr. 1 – 3
– Herstellung der BohrgerĂŒste Nr. 1 und 2
– Montage der BohrgerĂŒste auf die Hilfsfundamente
– Herstellung der Bohrplattformen (Auflage von Baggermatratzen)
– Kampfmittelsondierung der Bohransatzpunkte fĂŒr die Herstellung der Probe- und                          ReaktionspfĂ€hle im oberen Böschungsbereich
– Herstellung des ersten Probepfahls sowie der zugehörigen Einzel- und DoppelreaktionspfĂ€hle
– Wasserseitige FrĂ€sarbeiten zur Herstellung der Ansatzebene fĂŒr das GroßbohrgerĂ€t

PlanmĂ€ĂŸig wurde im September mit der Einrichtung der Baustelle im Baufeld SOU und der BE-FlĂ€che „Binnenhafenmole“ begonnen. Die teilweise ĂŒbernommene Einrichtung der BE-FlĂ€che aus der Vormaßnahme wurde fĂŒr den geplanten Umschlag von Material und GerĂ€tschaften neu organisiert. Ebenso wurden die UnterkĂŒnfte und BĂŒros angepasst und Lager/Magazine eingerichtet. Zum Abgrenzen der BE-FlĂ€che wurde außerdem ein Bauzaun auf der Binnenhafenmole eingerichtet.

Im Baufeld SOU wurden im September die Vorarbeiten zur Herstellung der ProbepfĂ€hle durchgefĂŒhrt. Dazu wurden drei Hilfsfundamente zum Aufstellen und zwei BohrgerĂŒste hergestellt. Final montiert wurde die Bohrebene Nr. 1 (westliche Bohrebene), bestehend aus Hilfsfundament, BohrgerĂŒst und Bohrplattform aus Baggermatratzen, in unmittelbarer NĂ€he des SĂŒdwestufers.

Auf Bohrebene Nr. 1 wurde Ende September mit der punktuellen Kampfmittelsondierung zur Freigabe der Bohransatzpunkte fĂŒr die insgesamt 12 Probe- und ReaktionspfĂ€hle begonnen. Bei der vorangegangenen Maßnahme KampfmittelrĂ€umung Binnenhafen wurde in Abstimmung mit dem KampfmittelrĂ€umdienst aus wirtschaftlichen GrĂŒnden auf eine TiefenrĂ€umung im Bereich der Straße am Binnenhafen verzichtet. Es wurde bis kurz unter die Leitungsebene gerĂ€umt.

WÀhrenddessen wurde die Bohrebene Nr. 2 (mittig im Baufeld SOU) fertiggestellt, sodass im Anschluss daran die Kampmittelsondierung dort fortgesetzt werden konnte. Parallel zur Kampfmittelsondierung auf Bohrebene Nr. 2 wurde nach der Kampfmittelfreigabe mit der Herstellung des Probepfahls und der zugehörigen Einzel- und DoppelreaktionspfÀhle auf Bohrebene Nr. 1 begonnen.

Nach der Kampfmittelsondierung auf Bohrebene Nr.2 wurde diese auf das Hilfsfundament Nr. 3 am Ostmauerkopf umgesetzt, sodass die Sondierarbeiten dort fortgesetzt und bis Ende September erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Weiterhin wurden die Arbeiten zur Herstellung des Probepfahls auf Bohrebene Nr.1 abgeschlossen und das BohrgerÀt auf Bohrebene Nr. 3 umgesetzt.

Parallel zu den landseitigen Arbeiten wurde in der KW 41 mit den wasserseitigen FrĂ€sarbeiten zur Herstellung der Bohrebene der Großbohrungen fĂŒr das Hauptbauwerk begonnen. Zum Einsatz kommen eine schwimmende Einheit sowie ein Hydraulikbagger mit FrĂ€se.
Zeitgleich zu den Arbeiten vor Ort lĂ€uft die Stahlbaufertigung im Stahlwerk. Die ersten sechs Tragrohre wurden fertiggestellt, in KW 41 geliefert und auf der BE-FlĂ€che „Binnenhafenmole“ zwischengelagert.

Zustand vor der Baumaßnahme

Das Baufeld SĂŒdostufer (SOU) sowie die BE-FlĂ€che „Binnenhafenmole“ wurden der Arbeitsgemeinschaft (kurz ARGE) „Binnenhafen Helgoland“  im Anschluss an die KampfmittelrĂ€ummaßnahme ĂŒbergeben. Zur Sicherung der Böschung wurde in der Vormaßnahme ein Verfestigungskörper hergestellt, die Böschung wurde mit Soft Rock Containern gesichert und die Baustraße wurde mit RC-Material aufgeschottert. Das gesamte
Baufeld SĂŒdostufer wurde mit einer Absturzsicherung aus Betonsockeln und aufgesetzter Holzbeplankung gesichert ĂŒbergeben. Die landseitige Bauzaunsicherung des Baufeldes sowie der FlĂ€chen am SĂŒdwestufer wurden ebenfalls bereits in der Vormaßnahme hergestellt und durch die ARGE ĂŒbernommen. Mit der Übergabe des Baufeldes erfolgte ebenso die Übergabe der BE-FlĂ€che Binnenhafenmole.

BAUSTELLENINFORMATION: Baggerung der LandungsbrĂŒcke vom 6. – 24. Januar 2020

 

Nach dem DĂŒnenhafen ist nun der Bereich „LandungsbrĂŒcke“ am SĂŒdstrand an der Reihe. Auch hier hat sich im Laufe der Jahre Sand angesammelt, was fĂŒr die an- und ablegende DĂŒnenfĂ€hre ein Problem darstellt. Daher muss eine sogenannte Unterhaltungs-baggerung zur Wiederherstellung und Sicherung der schiffbaren Tiefe vorgenommen werden.

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