Archiv fĂŒr den Monat: Oktober 2019

Historische Bildergalerie

Die hier aufgefĂŒhrten historischen Bilder stammen aus dem ©Archivmuseum Helgoland.

1950er: Gestapelte Bombenfunde

 

 

 

 

 

1950er: Leuchtturmblick auf Granaten- und Bombentrichter

1950er: Planierarbeiten nach KampfmittelrÀumung

1952: Blick Richtung HelgolĂ€nder DĂŒne

1950er: Friedhof und Haus der Jugend

Erster Weltkrieg: Abwurftechnik Fliegerbombe

 

Bombenfund aus dem Ersten Weltkrieg

500-lbs-Alliiertenbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, Bild: HKB

 

 

 

 

 

Baureifmachung des SĂŒdhafengelĂ€ndes (2013 abgeschlossen)

 

 

 

 

 

Das SĂŒdhafengelĂ€nde dient heute als FlĂ€che fĂŒr die Servicehallen der Windparkbetreiber. Bereits Mitte 2013 wurden die bauvorbereitenden Maßnahmen auf dem SĂŒdhafengelĂ€nde abgeschlossen: Kampfmittel und Störkörper wurden sondiert und entfernt und die FlĂ€che komplett baureif gemacht. FĂŒr die KampfmittelrĂ€umung musste eine LandflĂ€che von rund 35.000 mÂČ â€“ zum Teil bis zu 6 m tief – sondiert, umgegraben und separiert werden.

Bauarbeiten auf dem SĂŒdhafengelĂ€nde. Sie wurden Mitte 2013 abgeschlossen.

 

Helgolandkai, ehemals SĂŒdkaje (2016 abgeschlossen)

Durch den Umbau des Helgolandkais und die Vertiefung des Vorhafenbeckens konnte der Frachtumschlag der Gemeinde Helgoland aus dem Binnenhafen in den Vorhafen verlagert werden. Auch das Passagierschiff „MS Helgoland“ kann jetzt hier anlegen. Ein weiterer Pluspunkt: Aus der Sanierung des Kais haben sich neue BootsanlegeplĂ€tze an der Kaje sowie Fracht-UmschlagsplĂ€tze am SĂŒdhafengelĂ€nde ergeben.

Die Offshore-Windparkbetreiber profitieren ebenfalls von der neuen Infrastruktur des Helgolandkais, da sie jetzt ihre Monteure direkt von der HaustĂŒr in den Windpark bringen können. Die Servicehallen der Offshore-Windparkbetreiber sind bereits 2014 auf einer zuvor kampfmittelgerĂ€umten und erschlossenen FlĂ€che des SĂŒdhafengelĂ€ndes von rund 12.000 mÂČ errichtet worden.

PLANSTRAßEN (2013 abgeschlossen)

Im Anschluss an die Baureifmachung des SĂŒdhafengelĂ€ndes wurden zwei Straßen angelegt, mit denen das GelĂ€nde erschlossen werden konnte. ZunĂ€chst erleichterten sie den Zugang wĂ€hrend der Baumaßnahmen, heute dienen sie hauptsĂ€chlich der Fortbewegung der Offshore-Windparkbetreiber. Am 31. Oktober 2013 fand die bauliche Abnahme und damit die Freigabe der sogenannten Planstraßen A und B statt, die heute Paul-Denker-Wai und Rickmer-Bock-Wai heißen.

Heliport (2015 abgeschlossen)

Da eine Mitbenutzung des Hubschrauberlandeplatzes der Marineflieger fĂŒr die Offshore-Windpark-Betreiber nur eingeschrĂ€nkt möglich war, wurde ein separater Heliport mit BereitstellungsflĂ€che und Hangar benötigt. Der Heliport unmittelbar sĂŒdlich des Hubschrauberlandeplatzes des Marinefliegergeschwaders 5 wurde im Oktober 2015 fertiggestellt und von der Luftfahrtbehörde des Landes Schleswig-Holstein genehmigt. Ende November 2015 konnten die Offshore-Windparkbetreiber den Flugbetrieb aufnehmen. Somit steht ihnen eine weitere Infrastruktur zur VerfĂŒgung, welche eine kurzfristige Reaktion bei StörfĂ€llen in den Windparks ermöglicht.

Binnenhafen

Ein Teilprojekt ist die Sanierung des HelgolĂ€nder Binnenhafens. Sowohl die Ufer als auch das Becken selbst sind seit mehreren Jahren nicht mehr vollstĂ€ndig nutzbar. Ziel der Sanierungsmaßnahmen ist es daher, den Binnenhafen als Multifunktionshafen wiederherzustellen. DarĂŒber hinaus hat die Gemeinde ein Freiraumkonzept mit vielen neuen Sitzgelegenheiten und GrĂŒnflĂ€chen entworfen. Im Vorfeld der Baumaßnahmen findet eine wasser- und landseitige KampfmittelrĂ€umung statt.

Das Hafenbecken

Über die Jahre angesammeltes Sediment in und vor dem Hafen hat dazu gefĂŒhrt, dass das Hafenbecken nicht mehr tief genug war. Nur Schiffe mit einem geringen Tiefgang konnten den Binnenhafen ĂŒberhaupt nutzen. Die Nassbaggerarbeiten zur Herstellung der nötigen Sohltiefe von NN -4,5 m konnten im Juli 2019 erfolgreich beendet werden. Im Vorfeld wurde eine grĂŒndliche Sondierung und RĂ€umung von Abwurfmunition durchgefĂŒhrt. Kleinere Kaliber wurden wĂ€hrend der Maßnahme mit einer Separationsanlage aus dem gebaggerten Sediment herausgeholt.

Das SĂŒdostufer

Links: RĂŒckgebautes SĂŒdostufer im Augsut 2019; rechts: Ansicht des neuen, geplanten SĂŒdostufers (Bild: lichtecht)

Das 125 m lange SĂŒdostufer entlang der Straße Am Binnenhafen befand sich ĂŒber Jahre in einem sehr schlechten Zustand, war teilweise abgesackt und daher auch bereits seit lĂ€ngerer Zeit gesperrt. Das schrĂ€nkte die Nutzbarkeit des Binnenhafens als Multifunktionshafen erheblich ein. Die Sanierung der Kaje am SĂŒdostufer gehört damit zu den Hauptzielen im Binnenhafen. In Vorbereitung auf den Kajenbau wurde das alte SĂŒdostufer rĂŒckgebaut und die Standsicherheit mit einer in die Kaje eingebrachten Schwergewichtswand wiederhergestellt.

In das neue Gestaltungskonzept werden sowohl die Kaje als auch die angrenzenden Straße Am Binnenhafen einbezogen. Straße und KajenflĂ€che werden zunĂ€chst mit Pflastersteinen ausgestattet, wobei die Straße zusĂ€tzlich verbreitert wird. Eine optische und rĂ€umliche Trennung beider FlĂ€chen soll mithilfe von geschwungenen GranitsitzbĂ€nken und kleinen GrĂŒnflĂ€chen erzeugt werden. Zum Konzept gehören auch eine neue Beleuchtungsanlage sowie genĂŒgend SitzflĂ€chen und Papierkörbe.

Die Ausgestaltung der neuen Kaje am SĂŒdostufer beginnt im September 2019.

WĂ€hrend der Bauzeit werden die Straße Am Binnenhafen, die Frachtmole hinter dem ZollgebĂ€ude sowie zeitweise der Holzbohlensteg am SĂŒdwestufer gesperrt sein.

Das SĂŒdwestufer

Links: das SĂŒdwestufer vor der ErtĂŒchtigung (Bild: dĂ€nekamp und partner); rechts: Ansicht des neuen, geplanten SĂŒdwestufers (Bild: lichtecht)

Auch das SĂŒdwestufer mit seinem Holzbohlensteg entlang der Hafenstraße muss ertĂŒchtigt werden. Dazu gehören die wasserseitige Stabilisierung des Uferbereichs sowie die Erneuerung der Holzbohlen. Hier greift wieder das neue Gestaltungskonzept, das SĂŒdost- und SĂŒdwestufer einander optisch annĂ€hert.

Wer nutzt den Binnenhafen? 

Im sĂŒdwestlichen Bereich des Binnenhafens wurde eine Tankstelle fĂŒr die Sportbootschifffahrt eingerichtet. Diese soll auch zukĂŒnftig Sportboote, Börteboote und andere betanken. Die Forschungseinrichtung Biologische Anstalt Helgoland des Alfred-Wegener-Instituts hat ihre Tauchstation am SĂŒdostufer des Binnenhafens. Zudem werden auch kĂŒnftig die HelgolĂ€nder Fischer, die Börteboote sowie zeitweise die Offshore-Windparkbetreiber dort Liegemöglichkeiten haben.